Gebührenboykott in Baden-Württemberg

(bikl) In fast allen von Gebühren betroffenen Bundesländern haben Studentenvertreter dazu aufgerufen, die Studiengebühren nicht an die Universitäten zu überweisen, sondern auf ein Treuhandkonto einzuzahlen. Dieser Boykott soll allerdings nur fortgesetzt werden, wenn Quorums von mindestens 25 bis 30 Prozent erreicht werden. Das jedoch scheint kaum zu gelingen. So haben sich in Niedersachsen die meisten Studenten bereits gegen einen Boykott entschieden. Die Abstimmungen in Hessen stehen noch aus.

09.02.2007 Artikel

Es gibt jedoch eine Ausnahme, berichtet heute die Frankfurter Rundschau. Rund die Hälfte aller Studenten an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe ist zum Boykott bereit - und riskiert damit die Exmatrikulation. Nur 400 junge Leute studieren an der Hochschule im Süden der Republik, die einen berühmten Rektor hat: Peter Sloterdijk.

"Wir wollen auch die großen Unis mitziehen", wird ein Studentensprecher der HfG in der FR zitiert. Er hoffe, dass Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) davor zurückschrecke, die Hälfte aller Studenten an der HfG zu exmatrikulieren und die kleine Hochschule damit "quasi lahmzulegen". Das Pikante: HfG-Rektor Peter Sloterdijk müsste die Exmatrikulation de facto durchführen. "Ich schätze ihn nicht gerade als jemanden ein, der alles gehorsam exekutiert", so ein Student gegenüber der Zeitung.

Es wird also spannend in Baden-Württemberg. Neben der HfG haben sich nämlich nun auch die Studierenden der Karlsruher Hochschule für Musik und der Akademie der Bildenden Künste zum Boykott entschlossen.


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Weiterführende Links

  • Frankfurter Rundschau: Mit zivilem Ungehorsam gegen Studiengebühren

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