Anspruch

Vorfahrt für Frauen in der Wissenschaft

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von der Landesregierung in Baden-Württemberg mehr Engagement bei der Förderung von Mädchen und Frauen für Berufe in der Wissenschaft.

11.02.2022 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg
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„Warum liegt unser Land, das für Innovation steht, beim Frauenanteil an Professuren mit 23 Prozent noch unter dem Bundesdurchschnitt von 26 Prozent? In den einzelnen Stadien der akademischen Karriere bestehen zwischen den Fächern große Unterschiede im Frauenanteil. Zum Teil lassen sich diese Unterschiede bereits auf die geschlechtsspezifische Wahl des Studien- bzw. Promotionsfachs zurückführen. Dennoch zeigt sich in fast allen Studienbereichen das Muster eines mit jeder weiteren Karrierestufe abnehmenden Frauenanteils“, sagte am Freitag (11.02.) in Freiburg Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Am 11. Februar ist internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. An diesem Tag macht die UNESCO darauf aufmerksam, dass weltweit viel Forschungspotenzial verloren geht, da zu wenige hoch qualifizierte und gut ausgebildete Frauen in der Forschung arbeiten. Erfreut zeigt sich die GEW davon, dass der Frauenanteil in MINT-Studienfächern auf 31 Prozent gestiegen ist.

„Immer mehr junge Frauen nehmen ein Hochschulstudium auf, immer mehr Frauen schließen ihr Studium erfolgreich ab und promovieren erfolgreich. Dennoch verbleiben immer noch deutlich weniger Frauen als Männer in der Wissenschaft und besetzen seltener Führungspositionen. Unser Ziel ist es, nicht nur die Frauenanteile in den wissenschaftlichen Karrierestufen entsprechend dem Kaskadenmodell weiter zu erhöhen, sondern sich darüber hinaus gegenüber dem Bundessdurchschnitt zu verbessern und mehr Karriereperspektiven in der Wissenschaft durch Förderprogramme zu erhöhen“, sagte Stein.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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