Jungen Menschen, die zur sogenannten "Risikogruppe" mit schlechter Lese- und Mathematikkompetenz zählen, soll der Einstieg in den Beruf ermöglicht werden. Dazu schlägt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein aufeinander abgestimmtes Bündel von Förder- und Unterstützungsmaßnahmen vor. "Wir können und wir dürfen es uns nicht leisten, fast ein Viertel der jungen Menschen eines Jahrgangs einfach abzuschreiben. Es ist ein Skandal, diese Gruppe pauschal als 'nicht ausbildungsreif' zu diffamieren und ins gesellschaftliche Abseits zu drängen. Ein so reiches Land wie die Bundesrepublik verschleudert ungeheure Potenziale und nimmt den jungen Menschen Lebens- und Entwicklungschancen. Das birgt hochexplosiven sozialen Sprengstoff in sich", sagte GEW-Berufsbildungsexpertin Ursula Herdt heute während einer Tagung ihrer Organisation zum Thema "Ausbildungsreife junger Menschen" in Berlin.
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11.02.2005
Pressemeldung
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft