Elternwille

Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule?

(von Valentin Merkelbach) Der unaufhaltsame Aufstieg Sachsens im PISA-Ranking der 3.Ländervergleichsstudie 2006 wird die Debatte über eine Reduktion der Schulformen von vier oder drei auf zwei neue Nahrung geben (PISA 2006). Schon das gute Abschneiden von Sachsen in PISA 2003, aber auch das von Thüringen und Sachsen-Anhalt, hatte die Frage aufgeworfen, ob nicht ein zweigliedriges System mit Gymnasium und einer Zweitschule für die Leistungsschwächeren ein gangbarer Weg sein könnte, um aus dem Mittelmaß der deutschen Schule im internationalen Vergleich herauszukommen. Man könnte sich so auch die eskalierenden Probleme mit der Hauptschule vom Halse schaffen und vielleicht ließe sich sogar die Zahl derer vermindern, die nach wie vor und seit PISA 2000 mit neuen Argumenten eine Schule für alle Kinder vom 1. bis 10.Schuljahr fordern und dabei vor allem auf das PISA-Siegerland Finnland verweisen. mehr

05.12.2008 Artikel

Faire Rahmenbedingungen für Privatschulen schaffen

Faire Rahmenbedingungen für Schulen in freier Trägerschaft und eine bessere staatliche Finanzierung hat der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) heute auf seinem Bundeskongress in Erfurt gefordert: "Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft leisten 100 Prozent Schule, bekommen aber nur 60-70 Prozent ihrer Kosten erstattet", erklärte VDP-Präsident Michael Büchler. "Die neuesten PISA-Ergebnisse haben gezeigt: Das Erfolgsrezept guter Schulen ist eine individuelle Förderung, verbunden mit der Betreuung der Schüler. Freie Schulen waren hier immer schon Vorreiter und erzielen sehr gute Lernergebnisse." Diese Leistung müsse endlich aner-kannt werden und die Schulen eine bessere staatliche Finanzierung erhalten. "Nur so kann die allgemeine Zugänglichkeit von guter Bildung garantiert werden." mehr

20.11.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.

Schulische Übergänge und Personalversorgung am Gymnasium: zentrale Themen der Hauptversammlung des Bayerischen Philologenverbandes

Aus Sicht der Lehrerschaft stellt die angespannte Personalversorgung nach übereinstimmender Meinung der 200 derzeit in Bayreuth tagenden Delegierten das Bayerischen Philologenverbandes (bpv) das aktuell drängendste Problem der Gymnasien und beruflichen Oberschulen im Freistaat dar. In der oberfränkischen Stadt hält der Berufsverband der Lehrkräfte an Gymnasien, beruflichen Oberschulen und Hochschulen heuer seine Jahreshauptversammlung ab. Zum Auftakt der dreitägigen Arbeitssitzung forderte der Vorsitzende Max Schmidt: "Schüler wie Lehrer leiden seit Jahren unter dem Mangel an derzeit rund 1.000 Lehrern. mehr

14.11.2008 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

"Das Bildungswesen muss gerecht sein und den Kindern und Jugendlichen alle Chancen eröffnen"

Ein klares Votum für Bildungsgerechtigkeit im Schulwesen, um jedem Kind optimale Chancen zu eröffnen, gab heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Bundeskonferenz der Direktoren der Gymnasien in München ab. Einer Schulstrukturdebatte als l`art pour l`art erteilte der Minister eine klare Absage - diese diene nicht dem Kind. mehr

10.11.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Bayerische Elternverband gratuliert dem neuen Kultusminister Ludwig Spaenle zum neuen Amt.

Ein neuer Kultusminister erweckt Hoffnungen für das bayerische Bildungssystem. Ludwig Spaenle zeichnet sich durch Kenntnisse in der Bildungspolitik aus, die nicht geprägt sind durch eigene Erfahrungen als Lehrkraft. Der Bayerische Elternverband hofft nun auf mehr Gehör des Kultusministers auf die Belange der Eltern und Schüler. mehr

30.10.2008 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Gespräche und Gelenkklassen sind keine Lösung

Als "hilfloses Herumdoktern an einem schwer kranken System" hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, Überlegungen der künftigen Staatsregierung bezeichnet, das Übertrittsverfahren mit Hilfe sog. "Gelenkklassen" erleichtern zu wollen. Für große Unruhe sorgen auch Pläne, übertrittsorientierte Beratungsgespräche in ersten oder zweiten Grundschulklassen einzuführen. "Grundschullehrerinnen und -lehrer sind fassungslos. Das Vorhaben ist in ihren Augen unpädagogisch und kontraproduktiv", erklärte Wenzel. Der Übertrittsdruck würde noch weiter vor verlagert von den dritten und vierten Jahrgangsstufen in die zweiten und ersten, die Grundschule noch mehr unter das Diktat der Auslese gestellt. mehr

28.10.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Wir widersprechen! Wir warnen!

Eltern und Lehrkräfte warnen die Koalitionspartner CSU und FDP eindringlich vor Koalitionsvereinbarungen zu Lasten der Bildungsqualität, somit auf dem Rücken der bayerischen Schülerinnen und Schüler. Wir werden keine Experimente mit unseren Schülerinnen und Schülern akzeptieren. Experimente, die in anderen Ländern viele Schulabgänger in die Arbeitslosigkeit geschickt haben. mehr

12.10.2008 Pressemeldung Verband Reale Bildung

© sensjs.berlin.de

Zöllner: "Zunächst das Problem der Hauptschule lösen"

(redaktion) Vor wenigen Tagen hat der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner Eckpunkte für die Weiterentwicklung der Schulstruktur vorgelegt. Demnach sollen ab dem Schuljah 2010/2011 unter anderem die Haupt- und Realschulen zu Integrierten Haupt- und Realschulen (IHR) zusammengeführt werden, an denen die Schüler alle Abschlüsse sowie die Übergangsberechtigung in die gymnasiale Oberstufe erreichen können. Das Gymnasium soll als eigenständige Schulart bestehen bleiben und das Sitzenbleiben soll abgeschafft werden. Im Interview mit [Dr. Peter Pahmeyer](http://www.schulstruktur.com/) erklärt Zöllner das zukünftige Berliner Schulmodell. mehr

27.09.2008 Artikel

Zöllner schlägt Weiterentwicklung der Schulstruktur vor:

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat heute Eckpunkte für die Erarbeitung eines Vorschlags zur Weiterentwicklung der Schulstruktur vorgelegt. Diese Eckpunkte sehen ab dem Schuljahr 2010/2011 unter anderem vor, die Haupt-, Real-, sowie verbundenen Haupt- und Realschulen zu Integrierten Haupt- und Realschulen (IHR) zusammen zu führen. Der Strukturvorschlag wird ergänzt durch neue pädagogische Elemente, die für mehr individuelle Förderung, innere Differenzierung und Durchlässigkeit sorgen und damit die Qualität des Bildungssystems verbessern sollen. mehr

10.09.2008 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Gründungswelle von Gesamtschulen

Der Landtag hat heute endlich beschlossen, dass wieder Gesamtschulen gegründet werden können. In vielen Landkreisen und Städten wird beraten, dass Schulzentren in Integrierte Gesamtschulen umgewandelt werden sollen. Der Bewerberüberhang für das kommende Schuljahr hat bei den bestehenden 32 IGSen Rekordniveau erreicht. Die Anzahl der IGSen muss verdoppelt werden. Etliche Städte haben mit der Planung neuer IGSen begonnen. Der GEW-Vorsitzende Eberhard Brandt erklärt: "Die dritte IGS-Gründungswelle rollt. Wulff konnte das Gründungsverbot nicht mehr aufrecht erhalten." mehr

01.07.2008 Pressemeldung GEW Niedersachsen