In seinem diesjährigen Bericht zu aktuellen Tendenzen im deutschen Wissenschaftssystem widmete sich der Vorsitzende des Wissenschaftsrates dem Thema Regionale Verbünde als hochschulpolitische Perspektive. Professor Manfred Prenzel skizzierte vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die sich in den nächsten Jahren für die Hochschulen und die Hochschulpolitik ergeben können – in möglicher Folge des demographischen Wandels, der Schuldenbremse oder eines zunehmenden Bedarfs an Fachkräften – die Möglichkeiten und Chancen, die in der Bündelung von Kräften verschiedener Hochschulen und Hochschultypen liegen. Dadurch wären, so Prenzel, Effizienzgewinne zu erzielen, denn die Hochschulen könnten darauf verzichten, die unterschiedlichen Leistungsdimensionen (Forschung, Lehre, Infrastruktur und Wissenstransfer) jeweils vollständig abzubilden, stattdessen könnten sie sich tatsächlich auf ihre Stärken konzentrieren. Außerdem könnten Synergien zwischen Schwerpunkten dazu beitragen, die im nationalen und internationalen Wettbewerb notwendige kritische Masse aufzubauen.
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14.07.2014
Pressemeldung
Wissenschaftsrat