PISA (Studie)

´Integration´ bleibt Fremdwort für Unionspolitiker

Einige Hauptschüler der Berliner Rütli-Schule haben es geschafft, dass namhafte Unionspolitiker – allen voran Bayerns Ministerpräsident Stoiber – ihr wahres Gesicht in Sachen Integration zeigen. Ihr Credo lautet: "Wer sich nicht integriert, wird ausgewiesen." Damit beweisen maßgebliche Politiker von CDU und CSU, dass sie unter Integration vor allem Assimilation, die hundertprozentige Anpassung an die "deutsche Leitkultur", verstehen. Integration ist aber ein Prozess auf Gegenseitigkeit und keine Einbahnstraße. mehr

04.04.2006 Pressemeldung GEW Bayern

Hauptsache, wir haben darüber geredet

"Die Vorschläge zum Umgang mit den vom Lehrerkollegium der Berliner Rütli-Schule formulierten Problemen werden von Politikerinnen und Politikern in der üblichen ritualisierten Weise vorgetragen, indem sie sich gegenseitig die Schuld an der Misere in die Schuhe schieben und altbekannte vermeintliche Patentrezepte wiederholen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). " Das signalisiert eher Hilflosigkeit als die Bereitschaft, die Probleme wirklich anzupacken. So wird das Thema einmal hoch gekocht, um es dann wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen." mehr

03.04.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Das deutsche Halbtagsmodell - Ein Sonderweg in Europa?

(bikl/idw) Ganztägige Betreuung und Bildung in Grund- und Vorschulen sind in fast allen europäischen Wohlfahrtsstaaten der Normalfall. Im Vergleich zu Ländern wie Dänemark, Frankreich und Schweden ist in der Bundesrepublik das ganztägige Angebot für Vor- und Grundschulkinder außerordentlich gering. Nicht mehr als 5 Prozent aller Kinder im Grundschulalter besuchen derzeit eine Ganztagsschule und nur weitere 5 Prozent haben einen Hortplatz. Damit stellt sich das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Bundesrepublik in besonderem Maße. mehr

28.03.2006 Artikel

Keine Zweiklassen-Ausbildung für Lehrer/innen!

Berlin hat als eines der ersten Bundesländer Ende 2004 die Lehrer/innenbildung auf die gestuften Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss umgestellt. Erklärtes Ziel ist es, die Qualität der Ausbildung der künftigen Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen. Das Land Berlin ist allerdings dabei, dieses Ziel zu verfehlen. Nach den Planungen des Senats soll – im Unterschied zu den Studienräten – die Ausbildungsdauer bei allen anderen Lehrerinnen und Lehrern insgesamt 1 ½ Jahre weniger betragen. An den dreijährigen Bachelorstudiengang soll sich ein lediglich einjähriger Masterstudiengang anschließen. Darüber hinaus soll auch das Referendariat um ein Jahr verkürzt werden. Nur für die Ausbildung der Studienrätinnen und Studienräte, die in der Oberstufe unterrichten, ist bislang eine zweijährige Masterphase und ein zweijähriges Referendariat vorgesehen. mehr

28.03.2006 Pressemeldung GEW Berlin

GEW: "Blick über den Tellerrand tut deutschem Schulsystem gut"

"Der Blick über den Tellerrand ins Ausland tut dem deutschen Schulsystem gut. Das schlechte Abschneiden der Schüler bei internationalen Leistungstests und die hohe Abhängigkeit des Schulerfolgs der Kinder von der sozialen Herkunft der Eltern werden zunehmend auch von der Wirtschaft und in anderen Ländern mit Sorge betrachtet", sagte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zur Eröffnung der Veranstaltung "Schulen in Deutschland – Schulen mit Zukunft?" am Freitag in Frankfurt a.M. mehr

24.03.2006 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Bildungssystem des Landes nimmt aus Sicht der Wirtschaft Spitzenplatz in Deutschland ein

"Bildung der jungen Generation in Schule und Hochschule als zentrale Zukunftsaufgabe der Politik ist bei den CDU-geführten Ländern am besten aufgehoben. Die neuen Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft belegen dies und bestätigen damit aus Sicht der Wirtschaft, was schon früher etwa durch Schulvergleiche oder Hochschulrankings deutlich wurde." mehr

22.03.2006 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Drei Jahre Gelsenwasser-Schulprojekt: Pro Jahr eine Million Euro für Schulen in NRW

Was haben das Förderprojekt für lese- und rechtschreibschwacher Schüler der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule in Sonsbeck das Schülertheater des Städtischen Willibrord-Gymnasiums in Emmerich und die Gartenhütte im Schulgarten der Europa-Schule in Castrop-Rauxel gemeinsam? Sie gehören zu den 1.286 Projekten an den Schulen des Landes, die ohne die Förderung durch das Gelsenwasser-Schulprojekt so nicht existieren würden. mehr

17.03.2006 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Jungen lesen anders - Trendbericht Kinder- und Jugendbuch 2006

Jungen lesen weniger als Mädchen - dieses Phänomen ist seit der PISA-Studie eine belegte Tatsache. Der deutsche Buchmarkt spiegelt diese Situation: In den Verlagsprogrammen und Regalen der Buchhandlungen überwiegen Mädchenbücher, Bücher für Jungen fehlen oft. mehr

17.03.2006 Pressemeldung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Bildungschancen sind Lebenschancen

"Nicht erst seit der Veröffentlichung der PISA- Studien ist klar, dass es in Deutschland und speziell in NRW eine extrem enge Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen gibt. Aufgabe der Bildungspolitik sollte es sein, diese Koppelung aufzubrechen und sie nicht durch die Einführung von Studiengebühren für das Erststudium noch weiter zu verschärfen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW) anlässlich der zweiten Lesung des Gesetzes zur Sicherung der Finanzierungsgerechtigkeit im Hochschulewesen. "Wer die Koppelung von sozialer Herkunft und Bildungschancen ernsthaft beseitigen will, muss vielmehr dafür sorgen, muss mit dem kostenfreien Kindergarten anfangen und beim kostenlosen Erststudium enden." mehr

16.03.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Medien sind mehr als Zeitstaubsauger

Medien gehören originär zur kindlichen Lebenswelt: Bereits die Hälfte der 5- bis 6jährigen in Deutschland hat Umgang mit dem Com­puter. Bücher spielen aber in diesem Alter noch eine wesentlich größere Rolle; entge­gen land­läufiger Meinung kommen Jungen sogar genauso lesemotiviert in die Grundschule wie Mäd­chen. mehr

16.03.2006 Pressemeldung Gemeinnützige Stiftung Ravensburger Verlag