Waren es die Konzertmitschnitte der Beatles? Die Promotionvideos – also Werbekurzfilme – von ABBA zu "Waterloo" im Jahr 1974 oder von Queen zu "Bohemian Rhapsody" 1975? Oder liegen die Wurzeln des Musikvideoclips gar im ausgehenden 19. Jahrhundert, als sich bebilderte Lieder, sogenannte Sound Slides, in amerikanischen Theatersälen großer Beliebtheit erfreuten? Obwohl die Entstehung des Musikvideoclips konträr diskutiert wird, steht zumindest fest, dass er seinen Weg zu einer eigenständigen und einflussreichen Gattung genommen hat. Film, Kunst, Literatur und Werbung sind vielfach durch seine besondere Ästhetik beeinflusst, unsere Alltagskultur wurde durch ihn geprägt. Umso erstaunlicher erscheint es daher, dass seit seiner Etablierung in den 1980er Jahren immer wieder die Rede ist von der "Krise" und dem "Ende" des Musikvideoclips. Gegenwärtig scheint er sich erneut in einer Umbruchphase zu befinden: Öfter als im Musikfernsehen ist er nun im Internet anzutreffen, wo er heruntergeladen und auf dem persönlichen iPod jederzeit und überall abgespielt werden kann.
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07.10.2008
Pressemeldung
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