Schulstruktur

Philologenverband Baden-Württemberg zur Schulstrukturdebatte im Landtag "Bessere Bildung für alle…" am 24. Mai 2007

"Wir begrüßen die im baden-württembergischen Landtag von Kultusminister Helmut Rau und von den Regierungsfraktionen abgegebenen Erklärungen, das mehrgliedrige Schulsystem in Baden-Württemberg zu erhalten. Integrierte Schulsysteme sind für den Philologenverband keine Alternative zur gegliederten Schulstruktur. Basis- oder Gemeinschaftsschulen würden die jetzt schon schwieriger gewordenen Möglichkeiten der differenzierten Förderung verschlechtern. Eine solche Schulstruktur kann dem schulartspezifischen Qualitätsanspruch nicht gerecht werden", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Karl-Heinz Wurster. mehr

24.05.2007 Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

Schulleiter in den Landtag holen

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt nach der heutigen (24.05.) Landtagsdebatte vor, Schulleiter zur Anhörung in den Landtag einzuladen. "Der alte Schlagabtausch der Abgeordneten zur Schulstruktur in Baden-Württemberg hat uns nicht weiter gebracht. Es wäre sinnvoller, die pädagogischen Experten zu Wort kommen zu lassen, damit im Interesse der Kinder und Jugendlichen endlich Bewegung in die Bildungspolitik im Südwesten kommt", sagte am Donnerstag (24.05.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

24.05.2007 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

VBE zur Schulstrukturdebatte: Das Etikett kann man auswechseln, die Schüler und deren Probleme bleiben

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt, dass im Stuttgarter Landtag am Donnerstag über die Schularten diskutiert wird und man sich Gedanken über die Hauptschule macht, die nur selten eine starke Lobby hinter sich hat. In die Hauptschule gehen Schüler (und bisweilen sogar Lehrer) gezwungenermaßen, moniert VBE-Chef Rudolf Karg. Diese Schulart werde in der heutigen Zeit nicht als echte Angebots­schule, sondern nur noch als eine "Not- oder Zwangslösung" angesehen. mehr

23.05.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

PhV gegen "bildungspolitische Rückwärtsrollen und Seiltänze" mit vorprogrammiertem Absturz

"Wir sind für den Erhalt des bestehenden mehrgliedrigen Schulsystems mit dem Ziel der Weiterentwicklung und Profilierung aller Schularten. Mit der Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, das individuell und differenziert am besten auf unterschiedliche Begabungen eingehen kann, würde der Trend hin zu Privatschulen gefördert und die Schere zwischen denen, die sich bessere Bildung leisten, und denen, die diese Mittel für ihre Kinder nicht aufbringen können vergrößert", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Karl-Heinz Wurster, zur laufenden Schulstrukturdebatte. Ohne eine Leistungs- und Begabungsdifferenzierung können weder "neunjährige Basisschule", noch "Gesamt- oder Gemeinschaftsschule" oder eine so genannte "Schule für alle" erfolgreiche Bildungsarbeit leisten. Der Philologenverband warnt vor "bildungspolitischen Rückwärtsrollen und Seiltänzen" mit vorprogrammiertem Absturz. Wurster: "Wir setzen uns für die Erhaltung und sinnvolle Weiterentwicklung des gegliederten Schulsystems und für eine schulartspezifische Stärkung und Förderung aller Schularten ein; ´nein´ sagen wir zu allen zweifelhaften Experimenten, die auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden." mehr

22.05.2007 Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

Vielfalt statt Sortieren nach dem vierten Schuljahr

Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt den Vorschlag des PISA-Koordinators Andreas Schleicher, in Baden-Württemberg die Kinder nicht mehr nach der vierten Klasse in verschiedene Schularten aufzuteilen. "Die pädagogischen Impulse für eine Weiterentwicklung unserer Schulen kommen derzeit nicht aus dem Kultusministerium, sondern aus den Schulen. Die Landesregierung sollte die Initiative der südwürttembergischen Schulleiter aufgreifen und als ersten Schritt Modellprojekte für integrative Schulen zulassen", sagte am Montag (21.05.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

21.05.2007 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Prognose: 100.400 Hauptschüler ohne Abschluss

(bikl) Anfang Mai hatten fast 100 Schulleiter aus dem Kreis Ravensburg in einem Offenen Brief an den baden-württembergischen Kultusminister Helmut Rau eine Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem gefordert. Heute wurden die Initiatoren des Protests zu einem Gespräch ins Schulamt des Regierungspräsidiums Tübingen gebeten. Zu den Hintergründen der Diskussion hat jetzt der ehemalige Leiter des Seminars für Pädagogik an der Universität Ulm, Prof. Dr. Ulrich Herrmann, Stellung genommen. bildungsklick.de veröffentlicht hier diesen Text. mehr

21.05.2007 Artikel

Bayern braucht eine grundlegende Schulreform

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat in seiner heutigen Antrittsrede die Staatsregierung aufgefordert, eine grundlegende Schulreform einzuleiten. Vor den rund 500 Delegierten der 51. Landesdelegiertenversammlung des BLLV in Würzburg erklärte er: "An Bayerns Schulen muss ein neuer Leistungsbegriff Einzug halten. Schülerinnen und Schüler müssen gefördert und dürfen nicht ausgelesen werden. In den frühkindlichen Bildungsbereich muss deutlich mehr Geld fließen. Um die Weichen für eine Zukunft in Wohlstand und Gerechtigkeit zu stellen, muss der Bildungshaushalt um mindestens 1,5 Mrd. Euro pro Jahr erhöht werden. "Der BLLV wird nicht tatenlos zusehen, dass immer mehr junge Menschen nach ihrem Schulbesuch ohne Chance auf eine berufliche Perspektive bleiben und von der Sozialhilfe abhängig werden." Wenzel wies darauf hin, dass die Zahl der Analphabeten deutlich zunimmt und immer mehr Kinder und Jugendliche die Kulturtechniken nicht oder nur unzureichend beherrschen. Ebenso wächst die Zahl derjenigen, die die grundlegenden Regeln des sozialen Miteinanders nicht mehr kennen. Der Schulalltag ist immer mehr von Verhaltens- und Lernproblemen geprägt. Wenzel: "Schule und Bildung dürfen nicht länger Teil des Problems sein, sie müssen Teil der Lösung werden." mehr

19.05.2007 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

VBE mutmaßt: Wird die Hauptschule lediglich als Lehrerreservoir für die verlässliche Grundschule benötigt?

Auf der einen Seite halte das Kultusministerium felsenfest an der Haupt­schule fest, andererseits werde genau diese Hauptschule als "Steinbruch" für Lehrerstunden missbraucht, um die "Verlässlichkeit" der Grundschule zu garantieren, schimpft der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Er­ziehung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg. Es sei ein Skandal, dass die Hauptschule, wenn es um die Verlässlichkeit des Unterrichts gehe, zu­gunsten der Grundschule zurückstecken müsse. Dies zeige doch deren wirk­liche Wertigkeit im Schulsystem, moniert der VBE-Chef. mehr

16.05.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

"Helfen sie weiter mit, alle Talente zu fördern"

Als wichtigen Beitrag, alle Kinder und Jugendlichen an den Bayerischen Schulen bestmöglich zu fördern, bezeichnete Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider bei der Landesdelegiertenversammlung des BLLV in Würzburg die jüngste Initiative zur Weiterentwicklung der Hauptschule zu einer stark berufsorientierten Schule. mehr

16.05.2007 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

VBE: Wer die Dreigliedrigkeit beibehalten will, muss die Hauptschule völlig neu und anders denken

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg versteht den Unmut der oberschwäbischen Grund- und Hauptschulrektoren, die die Auflösung dieser ungeliebten Schulart gefordert haben, warnt jedoch vor dem Trugschluss, dass sich allein durch solch eine Maßnahme alles zum Besten wende. Die Probleme der Schüler würden auch nach einer Umeti­kettierung bestehen bleiben und lediglich vorübergehend in den Hinter­grund treten. Schule müsse deshalb generell völlig neu gedacht und um­gestaltet werden. Geld könne man dabei auf keinen Fall einsparen. mehr

12.05.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg