Schulstruktur

Spaenle bei Hauptschulreform zu kurz gesprungen

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Minister Spaenle auf, seine Hauptschulreform komplett neu zu überdenken. "Die Mittelschule gibt den Hauptschülerinnen und Hauptschülern keine Zukunftsperspektive", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. "Bayern braucht eine echte Schulreform und kein fortgesetztes Herumdoktern an einem überkommenen System – zu diesem Schluss kommt wohl auch langsam die CSU selbst, wie die öffentliche Kritik aus eigenen Reihen zeigt." mehr

12.10.2009 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Mittelschule ist Ende der Hauptschule

Völlig unbeachtet bleibt in der momentanen Diskussion um die Mittelschule, dass das Konzept der Schulverbünde unter dem Strich das Aus für die wohnortnahe Hauptschule bedeutet, so der Schnaittenbacher Bildungspolitiker MdL Reinhold Strobl (SPD): "Da wird diskutiert, ob und wie die so genannte Mittelschule realisiert wird, ohne auch nur zu fragen, wie denn eine Hauptschule ohne Teilnahme an den angeblich freiwilligen Schulverbünden überleben soll. Auch vom Ministerium selbst, das die ganze Sache angeblich zur Rettung der Hauptschule auf den Weg gebracht hat, ist dazu nichts zu hören." mehr

12.10.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Lehrerverband zur Schulpolitik in Hamburg und im Saarland: "CDU ist schulpolitisch immer weniger erkennbar"

Mit Unverständnis hat der Deutsche Lehrerverband (DL) auf die jüngsten schulpolitischen Entscheidungen bzw. Absichten der CDU-geführten Landesregierungen in Hamburg und demnächst im Saarland reagiert. mehr

12.10.2009 Pressemeldung Deutscher Lehrerverband (DL)

Philologenverband warnt Saar-CDU vor "bildungspolitischem Sündenfall"

Nach dem Votum der Grünen im Saarland für eine Jamaika-Koalition und nach den Meldungen über die bisherigen Sondierungsgespräche zwischen CDU und Grünen hat der DPhV-Bundesvorsitzende, Heinz-Peter Meidinger, die Union davor gewarnt, "im künftigen Koalitionsvertrag ihre schulpolitischen Grundsätze über Bord zu werfen und ihre bildungspolitische Seele an die Grünen zu verkaufen." mehr

12.10.2009 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Die so genannte Schulstrukturdebatte und der Wahlkampf in NRW

Nicht erst seit dem Superwahljahr befinden sich viele Wähler in einem Dilemma. Votieren Sie aufgrund einer zentralen Wahlaussage, der sie persönlich eine hohe Relevanz beimessen, für eine bestimmte Partei, so können infolge der nach der Wahl getroffenen Koalitionsvereinbarungen dieselben Wähler mit Entscheidungen konfrontiert werden, die der Intention ihrer Wahlentscheidung diametral entgegen stehen. In der Bildungspolitik und besonders in der so genannten Schulstrukturdebatte wird die Gefahr einer nachträglichen Umdeutung und Verfälschung von intendierten Wählervoten besonders deutlich. Der vorliegende Beitrag möchte nicht nur die politisch Verantwortlichen für diese Problematik sensibilisieren. Zukünftig drohen landespolitische Koalitionsbildungen (Hamburg lässt grüßen!), deren Vereinbarungen zur Schulstruktur nicht mehrheitlich durch den Wählerwillen legitimiert sind. mehr

11.10.2009 Artikel

Hamburg beschließt Schulreform

(redaktion) Die Hamburger Bürgerschaft hat am Mittwochabend mit den Stimmen von CDU und Grünen die Änderung des Schulgesetzes beschlossen. Damit werden in Hamburg vom Schuljahr 2010/2011 die bisherigen vierjährigen Grundschulen durch sechsjährige Primarschulen ersetzt. mehr

08.10.2009 Artikel

"Herr Pfaffmann, machen Sie die Augen auf"

Eine Weiterentwicklung des Bildungswesens nach den Grundsätzen von Qualität und Gerechtigkeit hat sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zum Ziel gesetzt. Dazu hat er entsprechende Initiativen zur Weiterentwicklung z.B. der Hauptschule, Realschule und des Gymnasiums entwickelt, mit denen die Schüler auf die anschließende Berufsausbildung oder das Studium vorbereitet werden. Die Grundschule wird Minister Spaenle stärker an der individuellen Entwicklung des einzelnen Kindes ausrichten, so dass künftig Kinder über einen Zeitraum von drei und fünf Jahren die Grundschule besuchen können. "Jedes Kind braucht seinen eigenen Weg", lautet sein Grundsatz. Der von der SPD erhobene Vorwurf eines mangelnden Konzeptes weist der Minister nachdrücklich zurück. "Herr Pfaffmann, machen Sie die Augen auf und nehmen Sie die günstige Entwicklung unserer Schullandschaft zum Vorteil unserer jungen Menschen ideologiefrei wahr", wandte er sich an den bildungspolitischen Sprecher der SPD. mehr

07.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Pfaffmann: Bayerische CSU/FDP-Koalitionsregierung stürzt die Schulen in ein mittlerweile völlig unübersichtliches Chaos

"Was sind in Bayern Kabinettsbeschlüsse wert?", fragt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann, und gibt auch gleich die Antwort: "Offenbar nichts", stellt Pfaffmann fest, denn am 3. März hatte das Kabinett Seehofer/Zeil im Rahmen der Einführung des neuen Übertrittsverfahrens von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen beschlossen, die individuelle Förderung der Grundschüler in der 4. Klasse auszuweiten. "Um dem erhöhten Förderbedarf in der 4. Jahrgangsstufe gerecht" zu werden, sollten "Klassen mit mehr als 25 Schülern in einer Förderstunde geteilt werden (Bulletin aus dem Kabinett am 3. März 2009). mehr

07.10.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

"Schulverbünde sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange"

"Die Schulverbünde von kleinen selbständigen Hauptschulen garantieren ein hochwertiges Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler in der Fläche und sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange", verwahrte sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gegenüber der Kritik der Freien Wähler an der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule. mehr

07.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

GEW zur Abstimmung über die Hamburger Schulreform

"Die GEW unterstützt alle Schritte, die zu längerem gemeinsamem Lernen führen oder führen können, d.h. den Weg dahin offen halten bzw. nicht verbauen – und sie bekämpft alles, was frühe Trennung oder soziale Selektion festschreibt oder die Möglichkeit dafür eröffnet," stellt der Vorsitzende der GEW Hamburg, Klaus Bullan, anlässlich der für Mittwoch in der Bürgerschaft anstehenden Abstimmung über das Hamburger Schulgesetz klar. mehr

06.10.2009 Pressemeldung GEW Hamburg