Kultusminister Siegfried Schneider kritisiert SPD-Bildungsprogramm als wirklichkeitsfremd
Als "wirklichkeitsfremd" hat Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider das neue SPD-Bildungsprogramm kritisiert. "Die Hauptschüler kommen mit dieser Konzeption der SPD unter die Räder", warnte der bayerische Kultusminister. Es sei sehr leicht, die Hauptschule nominell abzuschaffen, allerdings sei in der Konzeption der SPD völlig unklar, wie die Schüler, die gegenwärtig die Hauptschule besuchen, künftig ihren Talenten gemäß gefördert werden sollen und können.
01.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus"Es muss nämlich gelingen", so Bayerns Kultusminister weiter, " eine qualitativ hochwertige Förderung von praktisch begabten jungen Menschen sicherzustellen. Dies schafft die Hauptschule in Bayern", bilanziert der bayerische Minister, selbst Grund- und Hauptschullehrer. Diese wird gegenwärtig von einem Drittel eines Jahrgangs der Schüler in Bayern besucht.
Kultusminister Schneider setzt in Bayern auf eine Weiterentwicklung der Hauptschule zu einer berufsorientierten weiterführenden Schule. Er weiß sich dabei von Stimmen der bayerischen Wirtschaft unterstützt, die erst jüngst wieder gut ausgebildete Hauptschüler als unverzichtbar bezeichnet hatten. Auch die PISA-Studie hatte den bayerischen Hauptschülern höhere Kompetenzen bescheinigt als Schülern der Integrierten Gesamtschulen in Berlin und Brandenburg. Minister Schneider kann sich auch auf Ergebnisse einer FORSA-Umfrage stützen. Darin hatten mehr als zwei Drittel der Befragten eine stärkere Unterstützung der Hauptschule durch Politik und Gesellschaft gefordert und eine Abschaffung der Hauptschule abgelehnt.
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