Kultusministerium weist Kritik der SPD an bestehende Fächerverbünde zurück
Ein Sprecher des Kultusministeriums hat die Kritik der Landtags-SPD an den bestehenden Fächerverbünden als "Rückfall in überholtes pädagogisches Denken" bezeichnet. "Moderne Pädagogik sortiert Wissen und Kompetenzen nicht in Schubladen, sondern setzt auf ganzheitliches Lernen." Dies werde heute auch im Studium und Berufsleben verlangt.
28.08.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDas Kultusministerium sehe keine Gefahr, dass Basiskompetenzen durch das Lernen im Fächerverbund zu kurz kommen. Kritiker verwechselten Basiskompetenzen häufig mit enzyklopädischen Schulbuchwissen. Gerade die von der SPD angesprochene Gemeinschaftskunde eröffne inhaltliche Bezüge und Verknüpfungen zu einer Vielzahl anderer Disziplinen, so dass an eine Herauslösung des Gebiets aus den jeweiligen Fächerverbünden nicht zu denken sei. Die Fächerverbünde seien ihrem Sinn und Inhalt nach ohnehin mehr als die Addition des Fachwissens einzelner Disziplinen. Daher sei es folgerichtig, grundsätzlich an einer Gesamtnote festzuhalten. Dort, wo es angemessen sei, einzelne Kompetenzen deutlich herauszustellen, sei dies längst vorgesehen. Im Fächerverbund "Musik-Sport-Gestalten" der Hauptschule zähle die beste Note im jeweiligen Einzelbereich für die Versetzung. Zudem sei die Lehrerausbildung an die Anforderungen des Unterrichtens im Fächerverbund angepasst worden und in der Lehrerfortbildung gebe es ein ausreichendes Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen.
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