"Optimale Vorbereitung auf die Zukunft"

Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute bei der Auftakt- und Informationsveranstaltung zum Programm "Initiative Oberschule" in Potsdam die Oberschule als wichtige Schulform für Brandenburg bezeichnet. "Die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler wird künftig eine Oberschule besuchen, so Rupprecht . "Die Oberschule ist eine Schulform, in der die Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft optimal auf ihre Zukunft und auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden. Um das sicherzustellen, ist die ´Initiative Oberschule´ ein zentraler Baustein."

05.07.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

In der neuen Förderperiode der Europäischen Union von 2007 bis 2013 stehen den rund 200 Oberschulen sowie zahlreichen Gesamtschulen, die in absehbarer Zeit in Oberschulen umgewandelt werden, knapp 20 Millionen Euro für die "Initiative Oberschule (IOS)" zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen die Schulen in Ergänzung zum Unterricht eigene Konzepte entwickeln, um den Schülerinnen und Schülern bessere Schulabschlüsse zu ermöglichen, ihre Ausbildungsfähigkeit zu verbessern und ihr Selbstbewusstein zu stärken. Dazu erhalten die Schulen professionelle Beratung und Unterstützung durch Beratungsstellen. Die ersten Oberschulen können bereits im kommenden Schuljahr mit ihren Projekten an den Start gehen. Die "Initiative Oberschule" soll zunächst für vier Schuljahre laufen. Im Jahr 2010 wird das Programm evaluiert, danach wird die weitere Programmgestaltung festgelegt.

Die Schulen erhalten eine jährliche finanzielle Zuweisung entsprechend ihrer Schülerzahl und finanzieren damit Maßnahmen, die sie auf der Grundlage ihres spezifischen Bedarfs selbst entwickeln. Dabei können sie unterschiedliche Angebote zur Berufsorientierung wie das Praxislernen, zur Stärkung von Bildung und Erziehung oder zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen erarbeiten. Zudem können die Schulen auch Beratungsangebote und Angebote zur Lehrkräftefortbildung in Anspruch nehmen. Die schulischen Konzepte sollten mindestens auf ein Schuljahr ausgerichtet sein. Die Oberschulen können u.a.

Angebote zum Praxislernen ausbauen:

Praxislernen soll Schülerinnen und Schülern berufspraktische Erfahrungen ermöglichen und findet in der Regel an außerschulischen Lernorten statt. Dies können etwa Betriebe, Unternehmen, öffentliche Institutionen und Einrichtungen, überregionale Ausbildungszentren, Fachhochschulen oder auch Schülerfirmen sein.

Service-Lernen anbieten:

Service-Lernen ist ein pädagogisches Programm, bei dem Schülerinnen und Schüler durch aktive Beteiligung an sozialen, karitativen oder ökologischen Projekten außerhalb der Schule lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich zu entwickeln. Denkbar sind beispielsweise Praktika in Altenpflege- und Behindertenheimen, Unterrichtsprojekte zur Analyse von Umweltbedingungen oder Arbeitsgemeinschaften zur Gestaltung von Stadtteil- oder Gemeindefesten.

mit Jugendbildungsstätten zusammenarbeiten:

Schülergruppen oder Schulklassen können Berufsorientierungs- und Bewerbungstrainings in Jugendbildungsstätten absolvieren. Es besteht auch die Möglichkeit, Schülergruppen in Feriencamps schulisch und sozialpädagogisch gezielt zu fördern.

den Erwerb von Schlüsselqualifikationen fördern:

Die Schulen können die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit externen Partnern gezielt fördern, etwa durch die Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz, durch Partizipations- und Verantwortungsübernahme, durch Trainingsprogramme zur Gewaltprävention, durch sozialpädagogische Unterstützung für Schülergruppen oder Jahrgangsstufen oder durch die Unterstützung der Entwicklung von Schülerclubs und Schülerfirmen.

ihre Lehrkräfte qualifizieren:

Die Oberschulen können ihre Lehrerkräfte oder ganze Kollegien fortbilden, etwa zu den Themenfeldern "Praxislernen" oder "außerunterrichtliche Bildungs- und Erziehungsangebote".

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.406200.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden