VBE: Kindererziehung durch die Familie wieder als wertvoll und erstrebenswert anerkennen
Es sei gut, so der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg (Karlsruhe), dass in der vom Christlichen Hilfswerk World-Vision vorgestellten Kinderstudie mit dem Vorurteil aufgeräumt werde, dass Kinder, bei denen Vater und Mutter berufstätig sind, von Rabeneltern erzogen werden. Es komme In der Tat nicht nur auf die Quantität der Eltern-Kind-Beziehung an, sondern besonders auf die Qualität. Wenn sich aber eine Mutter ausschließlich aus finanziellen Gründen gezwungen sehe, berufstätig zu sein, laufe in der Familienpolitik einiges schief, behauptet der VBE-Landeschef.
25.10.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergKinderkrippen, Horte und Ganztagesschulen seien heute zweifellos notwendig. Sie sollten jedoch in erster Linie subsidiär angeboten werden, heißt es von Seiten des VBE. Erstrebenswerte Standardeinrichtungen für alle dürften sie im Interesse der Kinder auf keinen Fall werden. Der VBE kritisiert ferner, dass aus Berlin und Stuttgart die familienpolitische Marschrichtung vorgegeben werde, der Großteil der immensen Folgekosten bei der Umsetzung dieser Vorgaben jedoch an den Städten und Kommunen hängen bleibe, von denen die meisten schon jetzt nicht mehr wüssten, woher sie das Geld für die immer neuen Pflichtaufgaben nehmen sollen.
Das konsequente Delegieren der Betreuung und Erziehung von Kindern an staatliche Institutionen stärke weder Familie noch Gesellschaft, sondern schwäche beide auf Dauer, behauptet der VBE-Vorsitzende. Sinnvoller als das Geld jetzt nur noch in Kinderhorte und Ganztagesschulen zu pumpen, wäre es, Alleinerziehenden und Familien gezielt direkt zu helfen, damit diese den originären Erziehungs- und Betreuungsauftrag eigenverantwortlich wahrnehmen können. Erst wenn das nicht möglich sei, dürften staatliche Institutionen unterstützend wirken. Kinder in den Familien zu erziehen, müsse wieder als eine für die Gesellschaft wichtige und wertvolle Aufgabe anerkannt werden. Auf keinen Fall dürfe der ideologische Streit zwischen "Frauen an den Herd" und "Frauen in den Beruf" auf den Schultern und zu Lasten der Kinder ausgefochten werden.
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