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Aufgaben
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu

  • den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,
  • übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.

Meldungen

Von der Nanotechnologie bis zum Europäischen Rechtsvergleich: Forschungsbauten an Hochschulen

Zum zweiten Mal hat der Wissenschaftsrat im Rahmen seiner Begutachtung von Forschungsbauten an Hochschulen die von den Ländern beantragten Vorhaben nach seinen Kriterien überprüft, bewertet und in eine Reihung gebracht. Ziel dieses mit der Föderalismusreform eingeführten Instrumentes zur Finanzierung von Forschungsbauten und Großgeräten ist es, die investiven Voraussetzungen der deutschen Hochschulen für eine erfolgreiche Teilnahme am nationalen und internationalen Wettbewerb in der Forschung zu verbessern. Die jährlichen Fördermittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. mehr

12.11.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Zweite Runde in der Exzellenzinitiative entschieden

Die Förderentscheidungen in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative sind gefallen. Nach Begutachtung und Beratung von insgesamt 92 Anträgen für die drei Förderlinien in international besetzten Prüfungsgremien und in der Gemeinsamen Kommission von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der Bewilligungsausschuss für die Exzellenzinitiative heute die Finanzierung von 21 Graduiertenschulen, 20 Exzellenzclustern und sechs Zukunftskonzepten beschlossen. Die Entscheidungen wurden durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, sowie auf Länderseite durch den Berliner Wissenschaftssenator Professor Jürgen E. Zöllner und den Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Professor Jan-Hendrik Olbertz, in Bonn bekannt gegeben. Der Präsident der DFG. Professor Matthias Kleiner, und der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, erläuterten die Ergebnisse und das Verfahren. Für die Förderung der an insgesamt 28 Hochschulen angesiedelten Initiativen ist in dieser zweiten Runde gut eine Milliarde Euro bewilligt worden. mehr

19.10.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

50 Jahre Wissenschaftsrat: Bilanz und Perspektiven

Ein halbes Jahrhundert wissenschaftspolitischer Beratungstätigkeit des Wissenschaftsrates fand am 5. September in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler und zahlreicher prominenter Gäste aus Wissenschaft und Politik im festlichen Rahmen des Schlüterhofs im Deutschen Historischen Museum Berlin ihre Würdigung. mehr

05.09.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld und Theologisches Seminar Elstal in Berlin vom Wissenschaftsrat akkreditiert

Mit der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld (FHM) gGmbH hat der Wissenschaftsrat eine Hochschule akkreditiert, die in allen Studiengängen die Unternehmensgründung und -führung im Mittelstand zum Thema macht. Gegenwärtig bietet die 2000 gegründete Hochschule fünf Bachelor- und zwei Master-Studiengänge an. Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, erklärt: "Die Fachhochschule des Mittelstands überzeugt zunächst durch ihr plausibles und tragfähiges Leitbild. Zudem sind alle derzeit angebotenen Bachelor- und Master-Studiengänge akkreditiert; beeindruckend ist der Umfang der angewandten Forschung. Die Finanzierung der Hochschule ist auf absehbare Zeit gesichert und seriös kalkuliert." Der Wissenschaftsrat empfiehlt der FHM mit Nachdruck, neue Master-Studiengänge nur dann anzubieten, wenn auch zusätzliche Professorenstellen eingerichtet werden. Darüber hinaus plädiert er für eine Konzentration auf die Kernbereiche einer Hochschule. Aufgrund der insgesamt guten Bewertung des Konzepts der FHM wird die Akkreditierung für zehn Jahre ausgesprochen. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Empfehlungen zur Universitätsmedizin und Leitungsmodelle auf einen Blick

Mit seinen "Allgemeinen Empfehlungen zur Universitätsmedizin" legt der Wissenschaftsrat eine komprimierte, auf den umfangreichen standortübergreifenden Stellungnahmen der letzten drei Jahre basierende Zusammenstellung vor. "Damit sind die wichtigsten Einzelempfehlungen, die im Rahmen der Begutachtung der universitätsmedizinischen Einrichtungen der Länder Baden-Württemberg und Bayern gewonnen wurden und für die Universitätsmedizin in Deutschland insgesamt von Bedeutung sind, auf einen Blick verfügbar", erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, der sich hiervon eine stärkere Berücksichtigung dieser Empfehlungen verspricht. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Geplantes Institut für Textile Materialwissenschaften (ITM), Aachen, noch nicht reif für die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft

Das Forschungskonzept des Instituts für Textile Materialwissenschaften (ITM), das durch Fusion des Deutschen Wollforschungsinstituts e.V., Aachen (DWI) und des Deutschen Textilforschungszentrums Nord-West e.V., Krefeld (DTNW) in Aachen entstehen soll, ist in seinen Grundstrukturen noch nicht ausreichend entwickelt. Eine Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft kann daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfohlen werden. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verdient Förderung in der Leibniz-Gemeinschaft

Mit seiner Ausrichtung der Forschung auf Alterungsprozesse, die durch Umwelteinflüsse verursacht sind, verfügt das Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal. Es füllt damit erfolgreich eine Lücke in der deutschen umweltmedizinischen Forschung. Die wichtigsten durch Umweltfaktoren hervorgerufenen Gesundheitsschäden sind Allergien, Autoimmunkrankheiten, chronische Entzündungs- und Infektionskrankheiten, degenerative Erkrankungen, vorzeitige Alterungsprozesse sowie Tumorerkrankungen. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit, die sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung umfasst, analysiert das IUF die Mechanismen dieser Wirkungen, um entsprechende präventive Strategien zu entwickeln. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Wissenschaftsrat legt Stellungnahme zum Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) vor

Für die Bewahrung, Erschließung und Vermittlung der deutschsprachigen Literatur der Klassik wie auch des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ist die Arbeit des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA) von zentraler Bedeutung. Sein über die nationalen Grenzen weit hinausreichender Ruf gründet sich vor allem auf die einzigartigen, stetig erweiterten Sammlungen, auf die Archivbestände und die darauf abgestimmte Spezialbibliothek mit entsprechenden Dokumentationen und Kunstsammlungen. Das in der Trägerschaft der Schillergesellschaft geführte sowie von Land und Bund finanzierte DLA leistet hervorragende quellenbezogene, literatur- und geisteswissenschaftliche Forschung. Seine philologischen und editorischen Arbeiten, aber auch seine Ausstellungen und übrigen Veranstaltungen sind ein unverzichtbarer Service für Wissenschaft und Öffentlichkeit. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Chancengleichheit ist eine Frage der Qualität

Frauen stellen zwar die Hälfte der Studierenden und 40 Prozent der Promovenden, aber als Wissenschaftlerinnen, Hochschullehrerinnen und Wissenschaftsmanagerinnen sind sie in den Führungsetagen der wissenschaftlichen Einrichtungen noch immer deutlich unterrepräsentiert. Dies ist nach wie vor eines der gravierendsten Defizite des Wissenschaftssystems in Deutschland, das in den meisten Fächern nicht mehr mit fehlendem weiblichen Nachwuchs erklärt werden kann. Die Statistiken liegen vor, ihre Auswertungen sind eindeutig, die Strategien und Instrumente, hier Abhilfe zu schaffen, sind bekannt. Trotzdem hat dieser "Konsens in der Theorie" noch nicht zu einem Durchbruch in der gleichstellungspolitischen Praxis geführt. In Deutschland ist der kognitive Widerstand gegenüber dem Befund der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen gerade auch in der Wissenschaft besonders groß. Damit verschließt man sich zugleich der Einsicht, dass Exzellenz und Innovation ohne Frauen undenkbar sind. mehr

16.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Ergebnisse der Sommersitzungen des Wissenschaftsrates

Frauen stellen zwar die Hälfte der Studierenden und 40 Prozent der Promovenden, aber als Wissenschaftlerinnen, Hochschullehrerinnen und Wissenschaftsmanagerinnen sind sie in den Führungsetagen der wissenschaftlichen Einrichtungen noch immer deutlich unterrepräsentiert. In Deutschland ist der kognitive Widerstand gegenüber dem Befund der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen gerade in der Wissenschaft besonders groß. Damit verschließt man sich zugleich der Einsicht, dass Exzellenz und Innovation ohne Frauen undenkbar sind. Der Wissenschaftsrat hat deshalb in seinen Empfehlungen zur Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nachdrücklich gefordert, die an einigen Stellen bereits mit großem Erfolg eingesetzten Instrumente wie Anreizsysteme und Zielvereinbarungen zügig und konsequent auf alle Bereiche des Wissenschaftssystems auszudehnen. Für den Fall, dass dennoch in absehbarer Zeit keine deutlichen Verbesserungen erzielt werden, hält er die Anwendung institutionalisierter und auch finanzwirksamer Durchsetzungs- und Sanktionsmechanismen für erforderlich. Welche Modelle zur Festlegung von Zielzahlen bei der Sanktionierung angewendet werden sollen (zum Beispiel Kaskadenmodell, positive Diskriminierung, Zielvorgaben bei Berufungen nach Geschlecht), ist zu gegebener Zeit zu entscheiden. mehr

13.07.2007 Pressemeldung Hochschule und Forschung

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