Aufgaben
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu
- den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,
- übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.
Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats wendet sich entschieden gegen den Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz in Eisenach vom 4./5. Juni, als neue Abschlussbezeichnung im dualen Berufsbildungssystem in Anlehnung an Hochschulgrade einen "Bachelor Professional" einzuführen. Professor Peter Strohschneider: "Der ´Bachelor Professional' erweckt den Eindruck, ein akademischer Abschluss zu sein, obwohl er das faktisch über-haupt nicht sein kann. Damit entwertet er die Abschlussbezeichnung insgesamt und stiftet Verwirrung. Das ist weder im Interesse der Auszubildenden noch ihrer potentiellen Arbeitgeber. Die Studierenden, die sich in den neuen Bachelor-Studiengängen befinden, müssen sich darauf verlassen können, dass der Bachelor als akademischer Titel geschützt bleibt."
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08.06.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Aus Sicht des Wissenschaftsrates wird die staatlich anerkannte Fachhochschule Schwäbisch Hall (FHSH) den Ansprüchen an eine Fachhochschule in wissenschaftlicher und in künstlerisch-gestalterischer Hinsicht nicht gerecht. So entsprechen die beiden vorhandenen Bachelor-Studiengänge (KulturGestaltung und MedienDesign), die nach den Vorstellungen der FHSH ab 2011 mit doppelter Kapazität und zusätzlichen Studiengruppen angeboten werden sollen, nicht den üblichen Vorgaben im Rahmen des Bologna-Modells.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Erstmals hat der Wissenschaftsrat Vorhaben für Forschungsbauten an Hochschulen begutachtet. Die Vorhaben, die von Bund und Ländern ab dem Jahr 2007 gefördert werden sollen, wurden in eine Reihung gebracht.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Seit seiner Gründung im Jahr 1995 hat sich das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) im Zusammenwirken mit den Universitäten Oldenburg und Bremen zu einer erfolgreichen, die Wissenschaft und Wissenschaftler fördernden Einrichtung entwickelt. Es erbringt angesehene Leistungen im Bereich des Fellowprogramms und bei der Ausrichtung von Tagungen. Diese dienen der fächerübergreifenden Zusammenarbeit und Vernetzung von besonders qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des In- und Auslands mit den Universitäten Oldenburg und Bremen und den umliegenden Forschungseinrichtungen.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Eine Verstärkung der Interaktionen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft wie auch für die Weiterentwicklung von Forschung und Lehre von hoher Bedeutung. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft tragen dem derzeit durch eine Reihe parallel verlaufender Aktivitäten Rechnung. "Der Wissenschaftsrat wird bei der Umsetzung seiner Empfehlungen die Kooperation mit den anderen Akteuren suchen, die sich in jüngster Zeit ebenfalls für das Thema engagiert haben", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Mit seiner Bestandsaufnahme zur Interaktion von wissenschaftlichen Institutionen und Unternehmen in Deutschland greift der Wissenschaftsrat einen zentralen Gegenstand der aktuellen Innovationspolitik des Bundes und der Länder auf. Er hält dauerhafte strategische Partnerschaften, die nicht in erster Linie projektorientiert sind, für ein besonders geeignetes Instrument, um den wechselseitigen Wissensfluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren. Ein aus öffentlichen und privaten Mitteln finanzierter Fonds soll dazu beitragen, Ideen so weit zu fördern, bis sie nahezu marktreif sind. Über entsprechende Anreizsysteme (zum Beispiel bei der leistungsorientierten Mittelvergabe oder durch Prämienregelungen im Rahmen der W-Besoldung) sollte sichergestellt sein, dass sich das Engagement in Wissens- und Technologietransfer institutionell, aber auch für die einzelne Wissenschaftlerin oder den Wissenschaftler lohnt.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Die Kommunikations- und Medienwissenschaften geben wesentliche Impulse für kulturelle, ökonomische und technische Entwicklungen unserer Gesellschaft. Auch der Beratungsbedarf von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wird weiter steigen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Wissenschaftsrat umfassend mit der Weiterentwicklung der Kommunikations- und Medienwissenschaften in Deutschland beschäftigt. Mit seinen Empfehlungen wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, dieses breite und vielgestaltige Feld zu strukturieren.
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29.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Sehr stabile spezifische Fächerkulturen sind offensichtlich bestimmend für die Notenvergabe an deutschen Hochschulen. In zahlreichen Studiengängen wird das gesamte Notenspektrum, das für bestandene Prüfungen von "mit Auszeichnung" bis "ausreichend" reicht, zur Unterscheidung der Leistungen nur unvollständig ausgeschöpft. In einigen Fächern werden zudem auffallend gute Noten überwiegend aus dem oberen Bereich der Notenskala vergeben. Damit hat die mittlerweile zweite von der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates erarbeitete Untersuchung zu Prüfungsnoten an den Hochschulen für das Prüfungsjahr 2005 im Wesentlichen die Ergebnisse des ersten Arbeitsberichts bestätigt. Dieser bezog sich auf Auswertungen der Jahre 1996, 1998 und 2000.
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14.05.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Zu einem zweitägigen Informationsaustausch zum Thema "Universitäten als Basis der Innovationsgesellschaft" sind die Vorsitzenden und Generalsekretäre der nationalen Räte für Wissenschafts- und Technologiepolitik einer Vielzahl von EU-Mitgliedstaaten in Berlin zusammengekommen (10./11. Mai). Darunter waren eine Reihe neuer EU-Mitgliedstaaten, wie zum Beispiel Bulgarien, Litauen, die Slowakei und Tschechien. Gastgeber dieses seit 1990 jährlich stattfindenden europäischen Treffens ist im Jahre der deutschen EU-Präsidentschaft der Wissenschaftsrat, der als die deutsche wissenschaftspolitische Beratungseinrichtung regelmäßig an diesen Treffen teilnimmt.
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11.05.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist am 18. April 2007 in Kraft getreten. Es ergänzt das bestehende Befristungsrecht für Wissenschaftler: So soll künftig auch nach Ablauf der 12- bzw. in der Medizin 15-jährigen Qualifizierungsphase eine befristete Beschäftigung möglich sein, wenn sie durch entsprechende Drittmittel finanziert ist.
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17.04.2007
Pressemeldung
Hochschule und Forschung