Bologna-Prozess

Arbeitgeber, Gewerkschaften, Hochschulen und Studierende für ein klares Bekenntnis der Ministerinnen und Minister zur Studienreform

Der Bologna-Prozess zur Schaffung des Europäischen Hochschulraums hat auch in Deutschland die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse an den Hochschulen auf den Weg gebracht. Die neuen Abschlüsse steigern die internationale Attraktivität der deutschen Hochschulen und sollen die grenzüberschreitende Mobilität verbessern. Die Minister müssen jetzt ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung des Bologna-Prozesses leisten und die Ziele Mobilität, Beschäftigungsfähigkeit und lebenslanges Lernen fest verankern, erklärten Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, die Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Ingrid Sehrbrock, und die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Margret Wintermantel, anlässlich der morgen beginnenden Bologna-Nachfolgekonferenz in London. Gleichzeitig dürfe die soziale Dimension in der Hochschulbildung nicht aus den Augen verloren werden, ergänzt Katharina Binz, Vorstandsmitglied des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften. Ohne einen verstärkten Fokus auf Beteiligungsgerechtigkeit im Studium seien die übrigen Ziele des Prozesses nicht zu erreichen. mehr

16.05.2007 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Wissenschaftler gegen europäische 'Standardpromotion'

(bikl/idw) Nach Vorstellung der europäischen Bildungsminister, die diese Woche in London tagen, soll die Promotion in den "Bologna-Prozess" integriert werden. Als dritte Stufe im Anschluss an Bachelor und Master wäre die Doktorarbeit damit Teil der universitären Ausbildung. "Die Promotionsphase ist keine Ergänzung des Studiums", erklärte jetzt dazu Prof. Dr. Eberhard Umbach, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). "Doktoranden sind berufstätige Wissenschaftler, keine Studenten. Die Belastung der Doktoranden mit zusätzlichen Lerninhalten geht auf Kosten der Forschung." mehr

15.05.2007 Artikel

"Promovieren geht über studieren"

Für bessere Promotionsbedingungen hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgesprochen. "Promovieren geht über studieren: Doktorandinnen und Doktoranden arbeiten als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das muss anerkannt werden - Promotion ist die erste Phase der wissenschaftlichen Arbeit und nicht die dritte Phase des Studiums. Für die Promovierenden muss sich das auch in Heller und Pfennig auszahlen", erklärte GEW-Vorstandmitglied Andreas Keller im Vorfeld der Bologna-Ministerkonferenz. mehr

14.05.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Forderungen nach mehr Zusammenarbeit und kostenlosem Studium

(hib/HIL) Im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens, dem so genannten Bologna-Prozess, fordern die Grünen die Bundesregierung auf, die Zusammenarbeit mit den Ländern, Hochschulrektorenkonferenz und anderen nationalen Bologna-Partnern zu intensivieren. mehr

11.05.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

GEW: "HRG nicht abschaffen!"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes (HRG) kritisiert und den Bundestag aufgefordert, diesen zurückzuweisen. "Es wäre ein Anachronismus, wenn Deutschland nicht einmal mehr über nationale Regelungen für Hochschulabschlüsse und deren gegenseitige Anerkennung verfügt", sagte Andreas Keller, für Hochschule und Forschung verantwortliches Vorstandsmitglied der GEW, am 09. Mai 2007 in Frankfurt am Main. mehr

09.05.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Europäisches Bildungsprogramm mit 7 Milliarden Euro gestartet / Mehr Mobilität von Lehrenden und Lernenden aller Altersstufen

Europa hat ein neues Bildungsprogramm - das Programm für lebenslanges Lernen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan, EU-Bildungskommissar Ján Figel' und der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) Professor E. Jürgen Zöllner gaben heute in Berlin den symbolischen Startschuss für diese neue Initiative. Während der Auftaktveranstaltung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wurden 18 Projekte mit dem "Europäischen Preis für lebenslanges Lernen" ausgezeichnet. Unter den Preisträgern sind vier Projekte aus Deutschland. mehr

07.05.2007 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vom Diplom zum Master

An vielen Fachhochschulen und Universitäten werden derzeit Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt oder man arbeitet an deren Akkreditierung. An der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zieht man dagegen bereits die erste Bilanz bei der erfolgreichen Umsetzung des Bologna-Prozesses: Bereits vor sieben Jahren, im Jahr 2000, startete dort Professor Dr. Kurt M. Maier den Bachelor-Studiengang "Internationales Finanzmanagement". Zwei Jahre später begann der berufsbegleitende MBA-Studiengang "Finance and Management" und 2003 fiel der Startschuss für den konsekutiven Masterstudiengang "International Finance". Drei akkreditierte Studiengänge, die unter der gemeinsamen Bezeichnung "Campus of Finance" vermarktet werden. mehr

04.05.2007 Artikel

HRK vor der Bildungsministerkonferenz in London zum Bologna-Prozess: Politik und Hochschulen haben noch wichtige Aufgaben vor sich

Die Hochschulen haben im Rahmen der HRK-Mitgliederversammlung am 4. Mai in Gießen ihre Entschlossenheit bekräftigt, die Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses zum Erfolg zu führen. Dabei forderten sie eine ehrliche Partnerschaft der Politik ein. mehr

04.05.2007 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

© bikl.de

Beinahe 50 Prozent Bachelor und Master

(bikl) Immer mehr Studenten schließen ihr Studium mit einem Bachelor oder Master ab, denn im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses sind laut Bundesregierung in Deutschland inzwischen für 45 Prozent aller Studiengänge Bachelor- und Masterabschlüsse eingeführt worden. Zum Sommersemester habe es bereits 5600 dieser Studiengänge gegeben, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in dieser Woche in Berlin. mehr

04.05.2007 Artikel

Kurzatmige Lehrereinstellungspolitik der Länder

"Die deutschen Kultusminister setzen bei Lehrereinstellungen auch weiterhin auf den Schweine-Zyklus", kritisiert Bundesvorsitzender Ludwig Eckinger für den Verband Bildung und Erziehung (VBE) die aktuellen Zahlen zum Lehrerarbeitsmarkt 2006. "Offenbar kuschen die Kultusminister weiter vor den Finanzministern", sagt Eckinger. "Das wäre ein klarer Verstoß gegen die Föderalismusreform, die die Kulturhoheit der Länder stärken soll." mehr

03.05.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)