Individuelle Förderung

GEW: "Schavans Qualifizierungsinitiative ist Dokument bildungspolitischer Hilflosigkeit"

"Als Dokument der bildungspolitischen Hilflosigkeit" hat Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die heute beschlossene Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung bezeichnet. "Die großen Zukunftsthemen Fachkräftemangel, demographischer Wandel und Bildungsarmut lassen sich mit einem teilweise interessanten, aber kleinteiligen Themenkatalog und netten Sammelsurium von Pilotprojekten nicht lösen", betonte die GEW-Vize. mehr

09.01.2008 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Positive Bilanz des 2. Jahres Schulvisitation

Nach dem zweiten Jahr der Schulvisitation in Brandenburg hat Bildungsminister Holger Rupprecht heute in Potsdam eine positive Bilanz gezogen. In 12 von 16 untersuchten Profilmerkmalen hätten die 118 ausgewählten Schulen überwiegend durchschnittliche bis gute Ergebnisse erzielt, so der Minister, bei vier Profilmerkmalen zeigten sie deutliche Schwächen. "Insgesamt hat sich gezeigt, dass das Instrument der Schulvisitation dazu geeignet ist, Stärken und Schwächen der Schulen genau zu benennen", bilanziert Rupprecht. "Besonders gefreut hat mich, dass sich die große Mehrzahl der Schulen zufrieden mit dem Verfahren und dem Ablauf der Schulvisitation zeigten und dass wir ähnlich gute Ergebnisse wie im Vorjahr verzeichnen konnten." mehr

08.01.2008 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Philologenverband beklagt unzureichende Begabtenförderung in Deutschland

Deutschland tut zu wenig für seine besonders begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schüler. Wegen dieser Zurückhaltung des Staates bei der Hochbegabtenförderung würden vor allem finanziell gut situierte Eltern ihre hochbegabten Kinder zunehmend auf Elite-Internate im Ausland schicken, kritisierte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologen-verbandes, anlässlich einer Verbandstagung in Köln. mehr

08.01.2008 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Bayerische Schulbildung vermittelt gute Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

"Bayerns Schulen leisten einen guten Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler mit ihrer qualitätsvollen Ausbildung eine solide Grundlage für einen Start in Gesellschaft und Arbeitsleben erhalten. Außerdem steht Gewaltprävention nicht nur im Lehrplan, sondern wird an jeder Schule aktiv praktiziert." Mit diesen Feststellungen weist Kultusminister Siegfried Schneider Vorwürfe der SPD-Landtagsfraktion zurück, die Schulen in Bayern vermittelten ihren Schülern zu wenige Zukunftsperspektiven und förderten damit die Aggressions- und Gewaltbereitschaft. mehr

07.01.2008 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

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Das starke Geschlecht in der Krise – Jungenförderung

Jungs sind unruhig, trotzig, aggressiv. Ist das männlich? Oder cool? Allemal stören sie den Schulunterricht. Und damit bekommen sie Probleme. Und die Schule bekommt Probleme mit den Jungs. Gibt es einen Ausweg? mehr

07.01.2008 Artikel

Aus drei mach zwei

Dreigliedrig, zweigliedrig oder die Schule für alle? Das tradierte dreigliedrige Schulsystem bröckelt in Deutschland bereits gewaltig: In zehn von sechzehn Bundesländern gibt es schon jetzt keine Hauptschule mehr oder ihre Abschaffung ist beschlossene Sache. Die übrigen Länder hingegen, wie etwa Baden-Württemberg, Bayern oder Nordrhein-Westfalen, haben spezielle Programme zur Stärkung der Hauptschule aufgelegt. mehr

02.01.2008 Artikel

Mindestens 500.000 Schüler durch KMK-Empfehlung vom Abitur ausgeschlossen

Seit Jahren reden Bildungspolitiker in der Kultusministerkonferenz (KMK) davon, dem anstehenden Fachkräftemangel in Deutschland durch mehr Abiturienten entgegenzuwirken. Ein zentraler Bestandteil soll – wie von der KMK selbst gefordert - die individuelle Förderung und Forderung aller Schülerinnen und Schüler sein. Leider muss der Bundeselternrat feststellen, dass das tatsächliche Handeln der KMK hierzu im massiven Widerspruch steht. Mit ihrer neuesten Empfehlung sorgt die KMK dafür, dass mindestens 500.000 Schülerinnen und Schüler - trotz guter und sehr guter Begabung - künftig vom Abitur ausgeschlossen bleiben. mehr

21.12.2007 Pressemeldung Bundeselternrat

Weitere 66 Hauptschulen in NRW nehmen ab Sommer 2008 den Ganztagsbetrieb auf

Der Ausbau der Hauptschulen zu Ganztagshauptschulen geht in die nächste Runde: Noch rechtzeitig vor Weihnachten bekommen weitere 66 Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen die Nachricht, dass Ihrem Antrag auf Umwandlung in eine erweiterte Ganztagshauptschule zum 1.8. 2008 entsprochen wird. Damit ist von den Bezirksregierungen als Genehmigungsbehörden in einem ersten Schritt bereits ein Großteil der bisher beantragten Umwandlungen genehmigt worden. Weitere Genehmigungen erfolgen Anfang des kommenden Jahres. mehr

21.12.2007 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Kategorisierung von Grundschülern vom Tisch?

Mit Genugtuung und Freude nimmt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) zur Kenntnis, dass die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag die umstrittene Kategorisierung des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens in Grundschulzeugnissen zurückgenehmen will. Der BLLV hatte die Regelung, das Verhalten von Kindern mit den indirekten Noten A bis D zu bewerten, von vorneherein abgelehnt. Bereits im Oktober 2005 forderte der BLLV in einer Resolution das Kultusministerium auf, die Maßnahme umgehend zu widerrufen. "Das Verfahren war pädagogisch diskriminierend, empirisch nicht haltbar und rechtlich fragwürdig", erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Grundschullehrer/innen können nun aufatmen, denn mit der Abschaffung der Kategorisierung werden die Zeugnisse auch kürzer. "Die Zeit, die sie für das Erstellen der Zeugnisse verwenden mussten, kann nun wieder in die Unterrichtsvorbereitung fließen." mehr

20.12.2007 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

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Wozu ein Hauptschulabschluss ohne Hauptschule?

Von Valentin Merkelbach Als 2005 der zweite PISA-Ländervergleich veröffentlicht wurde, waren es diesmal nicht die Südländer Bayern und Baden-Württemberg, auf die sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtete, sondern die drei ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit ihren Systemen ohne eigenständige Hauptschule, die sich unter dem Aspekt "soziale Auslese" und "Risikogruppe" als überraschend erfolgreich präsentierten. Seitdem stellt sich auch unter den Gegnern jeglicher Strukturveränderung die Frage, ob nicht wenigstens die Reduktion der Schulformen von vier auf drei oder zwei das deutsche Schulsystem im internationalen Leistungsvergleich aus seinem Mittelmaß herausführen könnte. Dabei geriet die Hauptschule ins Visier, die es in den drei ostdeutschen Ländern nur kurze Zeit nach der Wende gegeben hat und die in den übrigen Ländern immer mehr zur Problemschule geworden ist. Auch wenn man sie mit immer neuen Fördermaßnahmen zu retten versucht, sie verliert bei Eltern rapide an Akzeptanz, weil der Abschluss dieser Schulform kaum noch eine Perspektive bietet für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. mehr

18.12.2007 Artikel