Individuelle Förderung

Konsequenzen aus dem PISA-Ländervergleich

Die Sitzenbleiberquote soll in den nächsten Jahren halbiert und die individuelle Förderung der Schülerinnen verdoppelt werden. Das schlägt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als eine Konsequenz aus den am Donnerstag vorgestellten Teilergebnissen des PISA-Länderberichts vor. "Sitzen bleiben ist nicht nur pädagogisch fragwürdig, weil damit dem einzelnen Kind nur wenig geholfen wird, sondern auch teuer. Wir schlagen vor, dass sich die Schulen das Ziel setzen, in einem Zeitraum von fünf Jahren die Sitzenbleiberquote zu halbieren", sagte am Freitag in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

15.07.2005 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Koalition macht den Weg frei für Gemeinschaftsschulen

Eine Arbeitsgruppe aus Schulpolitikern der Regierungskoalition hat sich auf einen bildungspolitischen Rahmen für so genannte Gemeinschaftsschulen geeinigt. "Damit werden unterschiedliche Formen längeren gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I und schulformübergreifende Kooperationen ermöglicht", hieß es aus der Arbeitsgruppe, der Kultusminister Steffen Flath (CDU) und die schulpolitischen Sprecher Thomas Colditz (CDU) und Martin Dulig (SPD) sowie der Leipziger Beigeordnete Burkhard Jung (SPD) angehörten. mehr

15.07.2005 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

GEW sieht Bemühungen von Lehrerinnen und Lehrern bestätigt:

"Die im Vergleich zum Jahr 2000 aufgezeigten Verbesserungen der Schülerleistungen bei PISA 2003 in allen Kompetenzbereichen sollten uns motivieren, in unseren Anstrengungen für die Schülerinnen und Schüler nicht nachzulassen", kommentierte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann die neuen PISA-Ergebnisse. Er würdigte damit die Bemühungen der Kolleginnen und Kollegen, die unter oft schwierigen Bedingungen in ihrem Unterricht Schlussfolgerungen aus der vorherigen PISA-Runde gezogen haben. mehr

15.07.2005 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

PISA-Ländervergleich: Schulreform unter Oettinger?

"Die wichtigste Nachricht des PISA-Ländervergleichs ist nicht die relativ gute Platzierung Baden-Württembergs, sondern das erschreckende Ergebnis, dass weiterhin der Bildungserfolg der Kinder viel zu stark von ihrer Herkunft abhängt. Insgesamt sind die heute vorgestellten Ergebnisse aber noch wenig aussagekräftig. Es besteht die Gefahr, dass eine wichtige Studie im Bundestagswahlkampf missbraucht wird", sagte am Donnerstag in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

15.07.2005 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Kultusminister Schneider zu den hervorragenden Ergebnissen Bayerns in der PISA-Studie:

Nach offizieller Bekanntgabe der Ergebnisse zur zweiten nationalen PISA-Studie bekräftigte Kultusminister Siegfried Schneider bei einer Pressekonferenz in München seine Absicht, den national und international erfolgreichen Weg der bayerischen Bildungspolitik fortzusetzen: "Zentrale Abschlussprüfungen, Durchlässigkeit des Schulsystems und unser Bekenntnis zur wertorientierten Erziehung sind und bleiben die wichtigsten Qualitätsmerkmale des bayerischen Schulsystems. Damit stehen wir national auf dem 1. Platz und sind international in die Weltspitze vorgerückt." mehr

15.07.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die PISA-Studie im deutschen Ländervergleich

Bildung ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema geworden. Durch den PISA-Schock vor vier Jahren ist Bewegung in die schulische Erziehung und Bildung gekommen. Die Erkenntnis, wie schlecht es um Leistungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der deutschen Schülerinnen und Schüler steht, führte zu konkreten Reformen -aus Sicht der Eltern allerdings noch zu zögerlich. mehr

14.07.2005 Pressemeldung Bundeselternrat

Flath: Mehr Hilfe für die Lernschwachen

Sehr zufrieden hat sich Kultusminister Steffen Flath über das Abschneiden von Sachsen beim PISA-Test geäußert. "Das Ergebnis ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit der sächsischen Schulen in den vergangenen Jahren", sagte Flath. Der Minister lobte die Schüler und Lehrer für die hervorragenden Leistungen. "Sachsens Schüler gehören nicht nur zu den besten Deutschlands, sondern sind auch international überdurchschnittlich gut", sagte Flath. Nun gelte es, die sehr gute Position noch auszubauen. Ziel müsse ein internationaler Spitzenplatz sein. Potenzial zur Verbesserung der Schülerleistungen sieht Flath in der gezielten Förderung von lernschwachen Schülern. Der PISA-Test zeige, dass man sich an den Schulen noch stärker als bisher den Risikoschülern zuwenden müsse. Die Diskussion über die Schulformen sei dabei völlig nebensächlich. Gleichwohl sei auffällig, das Bundesländer mit klar gegliederten Schulsystemen sehr erfolgreich seien. "Was jedoch zählt ist der Unterricht und die Zuwendung der Eltern", sagte Flath. mehr

14.07.2005 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

PISA-Ergebnisse ermutigend für Brandenburg

Insgesamt vorsichtig optimistisch zeigt sich Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht nach der Vorstellung der PISA 2003-Ergebnisse für die deutschen Bundesländer. Brandenburg gehört danach zu einer Gruppe von Ländern, die sich in allen Kompetenzfeldern erheblich steigern konnten. Im Testfeld mathematische Kompetenz konnten sich acht Bundesländer steigern, Brandenburg hatte darunter die vierthöchste Steigerungsrate. Im Testfeld naturwissenschaftliche Kompetenz hat Brandenburg von 13 Bundesländern, die sich verbessern konnten, die sechsthöchste Steigerungsrate. Im Testfeld Lesenkompetenz hat Brandenburg von nur fünf Ländern, die sich steigern konnten, sogar das drittbeste Ergebnis. mehr

14.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

GEW: "Kein Grund für selbstgefälliges Schulterklopfen"

Frankfurt a.M./Berlin – "Für selbstgefälliges Schulterklopfen der ´Sieger´ beim PISA-Bundesländervergleich gibt es keinen Grund. Auch die ´Klassenbesten´ haben das Hauptproblem des Schulwesens nicht gelöst: Bildung ist in keinem anderen Land so stark vom Geldbeutel der Eltern abhängig wie in Deutschland. Kinder aus sozial schwächeren und Einwandererfamilien haben beim Rennen um die hochwertigsten Bildungsabschlüsse sehr schlechte Chancen", sagte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Donnerstag in Frankfurt a.M.. Ein qualitativ gutes Schulsystem zeichne sich dadurch aus, dass Leistung und Chancengleichheit gleichermaßen stimmen. mehr

14.07.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Ahnen: Konsequente Reform des Bildungssystems muss weitergehen

Rheinland-Pfalz liegt beim heute vom PISA-Konsortium Deutschland und der Kultusministerkonferenz in Berlin vorgestellten PISA-Ländervergleich in allen untersuchten Aufgabenfeldern im OECD-Durchschnitt und im bundesdeutschen Mittelfeld. Nach der jetzt vorliegenden ersten Auswertung der PISA 2003-Ergänzungsstudie (PISA-E) seien in Rheinland-Pfalz leichte Verbesserungen bei den Punktwerten in der mathematischen Kompetenz 493 Punkte (PISA 2000: 488) und in der naturwissenschaftlichen Kompetenz 497 Punkte (PISA 2000: 489) erreicht worden, stellte Bildungsministerin Doris Ahnen fest. In der Lesekompetenz sei der Wert mit 485 Punkten gleich geblieben. Bei der erstmals von PISA erfassten Problemlösekompetenz seien 508 Punkte erreicht worden. mehr

14.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz