Lehrkräftemangel

Im Kinderland dürfen die Kinder früher nach Hause gehen

"Jeden Tag melden sich Eltern, Schüler und Lehrer aus Baden-Württemberg über unser Internetportal und melden ausgefallene Schulstunden. Die derzeit 1250 Lehrkräfte starke Lehrerreserve des Landes Baden-Württemberg reicht bei weitem nicht aus. Die 17 Millionen Euro, die darüber hinaus für befristete Krankheitsvertretungen in den Schulen vorgesehen sind, müssen in feste Stellen umgewandelt werden. Um Unterrichtsausfall in den 5000 Schulen des Landes zu verhindern, muss die ständige Reserve auf etwa 6000 Lehrkräfte ausgebaut werden", sagte am Donnerstag (16.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

16.10.2008 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

BLLV pocht auf gerechteres Bildungssystem

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat sich nach der Landtagswahl mit sieben Forderungen an die Politik gewandt. "Bayerns Lehrerinnen und Lehrer erwarten die zügige Umsetzung dringend erforderlicher schul- und bildungspolitischer Reformen von den Kindertagesstätten über alle Schularten bis zur universitären und beruflichen Bildung. Im Kern muss es darum gehen, das Bildungssystem gerechter zu gestalten und die starre Dreigliedrigkeit aufzubrechen. Bayerns Schulsystem ist überholt, nicht mehr zeitgemäß und ungerecht. Es wird den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an moderne Schul- und Bildungspolitik nicht gerecht." mehr

10.10.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Schulen in belasteten Quartieren gestärkt

Die Schnellabfrage der Bildungsverwaltung zeigt, dass sich die Ausstattung der Schulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen mit Migrationshintergrund und/oder aus sozialschwachen Familien verbessert hat. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis in Schulen mit einem Anteil von 60-90% hat sich das ohnehin sehr gute Schüler-Lehrer-Verhältnis geringfügig, in der Gruppe ab 90% sogar deutlich verbessert. In dieser Gruppe fiel die Betreuungsrelation von durchschnittlich 14,6 auf 13,9 Schüler pro Lehrer. mehr

09.10.2008 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: "Unterichtsversorgung stabil"

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave berichtete heute (8. Oktober) dem Landtag über die Unterrichtsversorgung an den schleswig-holsteinischen Schulen. Insgesamt habe sich die Situation weiter verbessert, dies sei "am stärksten ablesbar in der kontinuierlichen Steigerung bei den Grundschulen". Aber auch an den Gymnasien sei die Unterrichtsversorgung insgesamt nur geringfügig gesunken, von 1,20 erteilten Unterrichtsstunden pro Schüler/Schülerin auf 1,19 Stunden je Schüler/Schülerin. "Mit den 75 neuen Stellen, die zum 1. Februar 2009 an die Schulen kommen, wird aber auch dort wieder ein etwas höheres Niveau erreicht", so die Ministerin. mehr

08.10.2008 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Lehrermangel bedroht Deutschlands Zukunft noch stärker als Ingenieur- und Naturwissenschaftlerlücke!"

Als größte Bedrohung auf dem Weg zur modernen Bildungsgesellschaft in Deutschland bezeichnete der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, den massiven Lehrermangel insbesondere in den alten Bundesländern. Inzwischen könnten fast 20 Prozent des Unterrichts in den Naturwissenschaften und in der Mathematik nicht mehr durch dafür umfassend ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer erteilt werden, sondern es müsse vermehrt Unterricht durch Quereinsteiger ohne ausreichende pädagogische Qualifikationen sowie durch Studenten und fachfremde Lehrkräfte erteilt werden. mehr

04.10.2008 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

GEW: "Qualität von Bildung und Arbeitsbedingungen der Pädagogen sind zwei Seiten einer Medaille"

"Die Qualität von Bildung und die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen gehören zusammen. Sie sind zwei Seiten einer Medaille. Wer gelingende Bildungsprozesse und gute -ergebnisse erzielen will, muss hochqualifizierten und motivierten Pädagogen gute Rahmenbedingungen anbieten", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf den "Weltlehrertag 2008" am Sonntag. mehr

03.10.2008 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Staatssekretär Willems: "GEW dramatisiert die Zahlen der Schüler ohne Hauptschulabschluss, um die Schulstrukturdebatte einseitig und undifferenziert zu beeinflussen"

Staatssekretär Willems nahm heute zu den Äußerungen des GEW-Chefs Lippmann zur Anzahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss Stellung: "Ich wundere mich sehr darüber, dass die GEW die Verantwortung für die Aufgabe, jedem Schüler einen Schulabschluss zu ermöglichen, nur bei den Schulbehörden und der Politik sucht. Vielmehr ist dies eine gemeinsame Aufgabe, und zwar zu allererst der Schulen selbst und der engagierten Lehrerinnen und Lehrer und in besonderer Weise der Eltern. Die Voraussetzungen dazu sind da, vor allem durch eine sehr gute Unterrichtsversorgung." mehr

02.10.2008 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Weltlehrertag 2008: Lehrerbildung muss Spitzenqualifizierung sichern

"Die Lehramtsstudien an den Universitäten müssen attraktiver werden", forderte aus Anlass des Weltlehrertages am kommenden Sonntag der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Bund, Länder und Universitäten stünden in der Pflicht, die Lehrerausbildung als eine Spitzenqualifizierung für den Lehrerberuf zu gestalten, so Eckinger. Qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer seinen schließlich ein Eckpfeiler der Demokratie und dürften auf keinen Fall in Frage gestellt werden. "Am Ende der ersten Phase der Lehrerausbildung muss deshalb für alle Lehramtsstudiengänge ein gleichwertiger Masterabschluss mit 300 Leistungspunkten stehen. Der VBE lehnt jegliche Versuche in der Kultusministerkonferenz (KMK) ab, auf Schleichwegen Schein-Master für künftige Grund-, Haupt- und Realschullehrerinnen und -lehrer einzuführen. Der Lehrerberuf darf nicht zum Billigjob herabgewürdigt werden." Es müsse die Gefahr gebannt werden, dass der Lehrerberuf auf Zuruf und nicht aus professioneller Passion heraus ergriffen werde. "Das ist umso wichtiger, weil sich in Deutschland der Lehrermangel in den kommenden zehn Jahren noch verschärfen wird", sagt Eckinger. mehr

02.10.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Mangelverwaltung zehrt an den Kräften der Lehrer

"Die Mangelverwaltung an Schulen und der damit verbundene berufliche Dauerstress, zehren an den Kräften vieler Lehrkräfte und Schulleitungen." Diese Feststellung traf der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, anlässlich des Weltlehrertages am 5. Oktober. "Die Klassen sind zu groß, Lehrerinnen und Lehrer haben zu wenig Zeit, um auf individuelle Bedürfnisse ihrer Schüler eingehen zu können. Anstatt Kinder zu fördern, herrschen Notenzwang und Auslesdruck. Wir wollen Helfer und Förderer für die Kinder sein und nicht ständig als Aussortieragenten missbraucht werden", erklärte Wenzel. "Dankesbekundungen zum Weltlehrertag helfen uns nicht weiter. Was wir wirklich brauchen, sind deutlich kleinere Klassen, mehr Zeit, weniger Druck und kinderfreundliche Lernbedingungen." mehr

02.10.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Personalversammlung der Lehrkräfte fordert: Die Schulreform vom Kopf auf die Füße stellen!

Die Personalversammlung der Bremer Lehrkräfte, die gestern im Musicaltheater Bremen stattfand, hat sich in hohem Maße besorgt über die bisher bekannt gewordenen Pläne der Senatorin für Bildung zur Umorganisation der Schulen geäußert. mehr

01.10.2008 Pressemeldung GEW Bremen