Schulabschluss

Auslese im Schulsystem verschlingt Millionen

Die Auslese im bayerischen Schulsystem verschlingt Jahr für Jahr Millionen. Geld, das dringend erforderlich wäre - beispielsweise für mehr Personal an Schulen. Stattdessen pumpt der Freistaat große Summen in pädagogisch fragwürdige Sitzenbleiber-, Wiederholer- und Schulabbrecherrituale. Die Kosten belaufen sich allein für das Schuljahr 2006/07 auf insgesamt rund 280 Millionen Euro. "Eine Vollzeitlehrkraft kostet im Schnitt 70.000 Euro pro Jahr", rechnete der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, vor. "Somit könnten für die durch Wiederholer und Schulabbrecher entstehenden Zusatzkosten von 280 Millionen Euro rund 4.000 zusätzliche Lehrer/innen beschäftigt werden. Der derzeitige Personalbestand könnte um fast fünf Prozent aufgestockt werden." So verließen 24,4 Prozent aller Schulabgänger die Schule, ohne den Abschluss erreicht zu haben, der für die jeweilige Schulart vorgesehen ist. Insgesamt wurden 36.400 Schüler/innen nicht versetzt, eine Klasse wiederholten 49.200. "So ein Schulsystem ist nicht - wie so oft behauptet -´begabungsgerecht´", betonte Wenzel. "Vielmehr verfolgt die Schulpolitik unterschiedliche Strategien der Auslese." mehr

07.05.2008 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Tausende Jugendliche wollen Schulabschluss nachholen

Unabhängiges Expertengremium spricht Empfehlungen zur Weiterbildung in Deutschland aus. Die Expertenratschläge decken das gesamte Spektrum der Weiterbildung ab. Der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) fordert Bund, Länder und Kommunen zum raschen gemeinsamen Handeln auf. mehr

05.03.2008 Pressemeldung Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DVV)

VBE: Schulabbrecher fallen nicht vom Himmel

"Wenn in der neuesten Studie der Bertelsmann-Stiftung festgestellt wird, dass bundesweit 19,4 Prozent der ausländischen Jugendlichen ohne Ab­schluss von den Schulen gehen, sollten bei den Politikern alle Alarmglocken schrillen", sagt Rudolf Karg, der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Es gehe jetzt nicht darum, Jagd auf Schuldige zu machen, sondern die Bedingungen an den Schulen so zu ver­ändern, dass die Zahl der Abbrecher deutlich reduziert werden könne, und zwar nicht durch ein Absenken des Niveaus an den Schulen, sondern durch eine erfolgreiche frühzeitige Förderung, denn Schulabbrecher fielen nicht plötzlich vom Himmel. Die Probleme tauchten in der Regel viel früher auf. mehr

08.02.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Bildungssenatorin ehrt Schulen mit stärkstem Absinken der Schulabbrecherquote

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute im Rathaus die sechs Hamburger Schulen geehrt, die von 2006 auf 2007 den stärksten Rückgang der Schulabbrecherquoten zu verzeichnen hatten. mehr

31.01.2008 Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Olbertz: Anteil der Schulabbrecher an Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt seit 2002 fast halbiert

In der vergangenen Woche hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Bildungskampagne angekündigt, die dazu beitragen soll, dass die Schulabbrecherzahlen in Deutschland in den nächsten Jahren halbiert werden. Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz erklärte dazu, dass er jede Initiative unterstütze, mit der sich die Chancen junger Leute verbesserten, mit einem erfolgreichen Schulabschluss in die nächste Etappe ihrer Ausbildung einzutreten und damit gute Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln. mehr

11.01.2008 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Zum Beschluss der Kultusministerkonferenz

"Der VBE unterstützt jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Zahl der Schulabbrecher deutlich zu reduzieren", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE zum heutigen Beschluss der Kultusministerkonferenz. "Die Politik darf es aber nicht dabei bewenden lassen, die individuelle Förderung nur zu propagieren, ohne dem Taten folgen zu lassen." mehr

19.10.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

GEW: "Wo bleibt der Enthusiasmus der Kultusminister?"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vermisst ein überzeugendes Konzept der Kultusministerkonferenz (KMK), wie die Zahl der Schüler ohne Schulabschluss deutlich reduziert, Anschlussqualifizierungen gesichert und die Abbrecherquote während der Berufsausbildung gesenkt werden können. "Die Ziele, die die KMK formuliert hat, sind wichtig und müssen unterstützt werden. Die KMK-Beschlüsse riechen jedoch danach, dass das Thema pflichtschuldigst abgehakt werden soll. Von Enthusiasmus leider keine Spur. Vor schwierigen Entscheidungen haben sich die Kultusminister gedrückt", sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer mit Blick auf die heute zu Ende gehende Plenartagung der KMK. Die Lustlosigkeit der Kultusminister sei wohl auch damit zu erklären, dass ihre ehemalige Amtskollegin und jetzige Bundesbildungsministerin, Annette Schavan (CDU), ihnen das Thema auf den Tisch gepackt hat. mehr

18.10.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Ergebnisse der 319. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz

Die Kultusministerkonferenz hat sich auf ihrer 319. Plenarsitzung am 17. und 18. Oktober 2007 in Bonn unter dem Vorsitz ihres Präsidenten, Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, insbesondere mit folgenden Themen befasst: - Standards für die Abiturprüfung - Reduzierung der Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss - Lehrerbildung - Wahl einer 1. Vizepräsidentin mehr

18.10.2007 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

VBE: Alle Schulen müssen Pflichtschulen sein

"Alle Schulformen müssen verpflichtet sein, die von ihnen aufgenommenen Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern und zum Abschluss zu führen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Das würde die Hauptschule von ihrem Sonderstatus, alle von den anderen Schulformen abgeschulten Kinder aufnehmen zu müssen, und vom Stigma der ´Restschule´ befreien." mehr

03.09.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Zukunftscamps für Jugendliche: Wissenschaft, Unternehmen und Gewerkschaften starten Pilotprojekt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) startet am Montag das ZUKUNFTSCAMP –FUTURE NOW. Bis 26. August verbringen jeweils 60 Jugendliche aus Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen einen Teil ihrer Ferien in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) und Flecken Zechlin (Brandenburg). Die Camps sind ein Angebot an Jugendliche der 8. Klasse in Haupt-, Gesamt- und Sekundarschulen. mehr

06.08.2007 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft