Der Reformbedarf an Gymnasien ist hoch. Bei einer Fachanhörung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) zum "Gymnasium im 21. Jahrhundert" am Wochenende waren sich Wissenschaftler aus ganz Deutschland einig: Bisher geführte Diskussionen bringen das Gymnasium nicht weiter, weil sie um quantitative Kriterien kreisen, nicht aber um qualitative. "Im Mittelpunkt muss eine neue Qualität des Unterrichts stehen mit dem Ziel des Erwerbs vielfältiger und wertvoller Kompetenzen", erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Ansonsten kann das Gymnasium den Anforderungen einer modernen Gesellschaft nicht gerecht werden." Die Wissenschaftler bescheinigten Bayerns Schülern hohe Kompetenzen - "allerdings werden sie dafür zu wenig belohnt, weil es ein zu großer Teil von ihnen erst gar nicht ins Gymnasium schafft. Sie werden um ihren Bildungserfolg betrogen", erklärte der Empiriker Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels vom Institut für Schulentwicklung der Universität Dortmund.
mehr
26.01.2009
Pressemeldung
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.