Individuelle Förderung

Besser ganztags lernen

(bikl) "Ganztagsschulen sind ein zentraler Ansatzpunkt zur Weiterentwicklung des Bildungssystems. Die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern fordert das gesamte Bildungssystem heraus. Ganztagsschulen bieten die Chance für veränderte Lehr- und Lernformen, eine Verbesserung der Unterrichtsqualität und eine neue Schulkultur", erklärte KMK-Präsidentin Ahnen heute zur Eröffnung des Ganztagsschulkongresses in Berlin. mehr

17.09.2004 Artikel

Erster bundesweiter Ganztagsschulkongress in Berlin

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Doris Ahnen, haben beim bundesweiten Ganztagsschulkongress des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin heute den Startschuss für ein Begleitprogramm zur Unterstützung der Schulen bei der inhaltlichen Gestaltung ganztägiger Angebote gegeben. Mit dem Begleitprogramm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen" wird die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen des Ganztagsschulprogramms der Bundesregierung Schulen vor Ort unterstützen. Bundesbildungsministerin Bulmahn und KMK-Präsidentin Ahnen zeigten sich vor dem Hintergrund der aktuellen Bildungsdebatte einig: "In der Bildung bewegt sich etwas. Wir sind mittendrin im Reformprozess." mehr

17.09.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Leichtfüßiger Schuleintritt

(Katja Haug) "Darf ich nun in diesem Jahr eine Schultüte wie meine Freundin Charlotte haben oder nicht?", fragt sich die knapp sechsjährige Ruth und ist mit dieser Fragestellung nicht alleine. Viele der als noch nicht schulreif eingeschätzten Kinder erleben Rückstellung vom Grundschulbesuch als Abwertung. Doch auch die als erst mal schwächer geltenden Schülerinnen und Schüler haben mit der neuen, jahrgangsübergreifenden Grundschule in NRW gute Karten. Je nach persönlichem Entwicklungsstand und Lerntempo durchlaufen sie dort die bislang vierjährige Grundschulzeit in drei bis fünf Jahren. So können viele Kinder spätestens mit dem Schuljahr 2005/2006 durch die flexible Schuleingangsphase leichtfüßiger den Schritt aus dem Kindergarten auf das Schulgelände wagen. Zahlreiche Schulen in NRW bieten im kommenden Schuljahr die Klassen eins und zwei schon im jahrgangsübergreifenden Unterricht an. mehr

14.09.2004 Artikel

GEW fordert unabhängige Bildungsberichterstattung und Qualitätsagentur - Konzertierte Aktion statt föderaler Kleinstaaterei

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Kultusminister und bildungspolitische Entscheidungsträger aufgefordert, endlich gemeinsam und koordiniert vorzugehen. Bisher hätten die Kultusminister die nach der Schulleistungsstudie PISA notwendigen Reformschritte nicht konsequent genug eingeleitet. Grundlegende strukturelle Veränderungen seien nicht angepackt worden. "Wir brauchen eine unabhängige Bildungsberichterstattung und eine unabhängige Qualitätsagentur. Anstatt des politischen Streits über die richtige Reform muss wissenschaftlicher Sachverstand gesetzt werden", verlangte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange in einer ersten Reaktion auf die heute in Berlin vorgestellten Ergebnisse der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick". "Maßnahmen der Kultusminister wie Bildungsstandards, Ganztagsschulen oder Sprachkurse zeugen von hektischer Betriebsamkeit. Die Umsetzung ist aber beliebig und wird nach politischem Standpunkt ausgelegt. Es fehlt ein gemeinsames Konzept zwischen Bund und Ländern, wo das Bildungssystem in zehn Jahren stehen soll. mehr

14.09.2004 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Kultusministerin Monika Hohlmeier zum Schuljahresbeginn 2004/05: Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität hat Vorrang

"Wir haben alle Vorbereitungen für einen guten Start in das neue Schuljahr getroffen. Die Unterrichtsversorgung ist gesichert. Trotz Sparhaushalts und Arbeitszeiterhöhung stellen wir fast 3.800 Lehrkräfte neu an. Darüber hinaus wird auch in diesem Schuljahr die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität Priorität haben", sagte Kultusministerin Monika Hohlmeier auf der Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn in München. Den Lehrkräften dankte sie für die engagierte Unterstützung bei der Vorbereitung des neuen Schuljahres. In den vergangenen Monaten habe sich das öffentliche Interesse stark auf die Einführung des neuen achtjährigen Gymnasiums fokussiert. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität konzentrierten sich aber nicht allein auf das Gymnasium, sondern seien auf alle Schularten ausgerichtet. Wesentliches Merkmal sei hier die stärkere individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern, die sich wie ein roter Faden durch die Schularten ziehe. mehr

13.09.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Lernprozesse auf allen Kanälen

(gl) Seit zweieinhalb Jahren leitet Wilfried Wolfgang Steinert die Waldhofschule Templin. Kürzlich wurde der Vater von vier eigenen und acht Pflegekindern auch noch zum Vorsitzenden des Bundeselternrats gewählt. Wie ist das zu schaffen? Der Klett-Themendienst sprach mit dem gelernten Fernsehtechniker, studierten Theologen, Pfarrer, Religionspädagogen und Schulleiter. mehr

02.09.2004 Artikel

Auslesesystem überwinden - kein Kind darf scheitern

Der Individualität der Schüler Rechnung zu tragen und sich endlich vom Lernen im Gleichschritt zu verabschieden, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert. "Das deutsche Schulsystem, das vom ersten Tag stark auf Auslese der Kinder setzt, ist überholt und kontraproduktiv. Es muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Individuelle Förderung statt Sitzenbleiben, rechtzeitige Unterstützung statt Abschieben auf eine andere Schulform, heißt das Gebot der Stunde. Kein Kind darf am Schulsystem scheitern", verlangte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange heute mit Blick auf die Tagung "Fördern - Fordern" der Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn. "Lehrerinnen und Lehrer müssen trainieren, mit den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen der Schüler umzugehen. Dazu brauchen sie, beginnend mit der Ausbildung, pädagogisches Rüstzeug, entsprechende Rahmenbedingungen im Klassenzimmer und Zeit. Sie benötigen Unterstützung, zum Beispiel durch Sozialpädagogen und Schulpsychologen, sowie - nach skandinavischem Vorbild - die Abkehr vom Auslesesystem durch die Schulpolitik." Die Ganztagsschule könne ein Baustein für diesen Perspektivenwechsel sein. mehr

02.09.2004 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Individuelle Förderung als Grundlage für ein Bildungssystem mit Zukunft

Mit ihrer Fachtagung "Fördern und Fordern – Herausforderung für Schulen und Lehrkräfte", die heute in Bonn unter reger Beteiligung von Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftlern, Schulpraktikerinnen und Schulpraktikern, Vertreterinnen und Vertretern aus den Bildungsverwaltungen der Länder sowie von Verbänden und Gewerkschaften stattfand, hat die Kultusministerkonferenz ihr Anliegen, Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit im deutschen Schulsystem nachhaltig zu fördern, unterstrichen. mehr

02.09.2004 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Kultusminister setzt Schulreform um - Unterrichtsbeginn mit neuer Schulstruktur

"Wir haben die Orientierungsstufe einheitlich zum Schuljahresbeginn abgeschafft. Mit dem heutigen Tag wechseln drei Jahrgänge in die weiterführenden Schulen. Das sind insgesamt 251.440 Schülerinnen und Schüler", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (19.08.2004) zum Wiederbeginn des Unterrichts in den niedersächsischen Schulen nach den Sommerferien mit. mehr

19.08.2004 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Busemann: "Das Fundament ist gelegt - Auf dem Weg zur Qualitätsschule für Niedersachsen"

Umfassendste Schul- und Bildungsreform in der Geschichte des Landes beendet 30-jährigen Streit um die Orientierungsstufe. mehr

16.08.2004 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium